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Jeschurun · 1928-11-01 · Heft 11-12 (November 1928) · p. Seite 644

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 11-12 (November 1928)
Date
1928-11-01
Page
Seite 644 (sequence 68)
Language
German
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644 Die ursprüngliche Schrift des Pentateuchs. ואלו לגנאי של בית גרמו לא רצו ללמד על מעשי לחם הפנים של בית אבטיגס לא רצו ללמד על מעשי הקטרת הגרוס בן לוי היה יודע פרק בשיר ולא רצה ללמד בן קמצר לא רצה ללמד על מעשי הכתב על הראשונים נאמר זכר צדיק לברכה ועל אלו שם רשעים ירקב* Folgende aber zum Tadel: Die Angehörigen des Hauses Garmo, wollten in Bezug auf die Bereitung des Schaubrotes nicht lehren, die des Hauses Abtinas nichts über die Anfertigung des Räucherwerks . . . Ben Kamzar wollte nicht die Anfertigung der Schrift lehren. Von den Erstgenannten heißt es: Das Andenken des Gerechten ist zum Segen; von diesen aber heißt es: Der Name des Gottlosen geht verloren. Maimonides zur Stelle schreibt: Ben Kamzar pflegte zu schreiben mit vielen Federn gleichzeitig. Diese Erklärung ist kaum begreiflich. Wir müssen uns dabei doch fragen: Was für Belang hatte diese Kunstfertigkeit für den Tempel? Anders ist es doch bei der Herstellung der Schaubrote oder des Räucherwerks, die für den Tempeldienst unentbehrlich waren. Wozu brauchte man aber im Tempel mit vielen Federhaltern auf einem Male zu schreiben? Und weshalb hatte man auf ihn, weil er diese Kunst nicht verraten wollte, den Satz ״der Name der Gottlosen gehe verloren“ angewandt? Raschi meint zu unserer Stelle: ,,Er pflegte vier Federhalter an vier Fingern zu binden und das Tetragramm auf ein Mal zu schreiben“. Dagegen polemisiert schon der Gaon, Rabbi Zwi Hirsch Chajes, indem er darauf hinweist, daß halachisch die Buchstaben des Tetragramms hinter einander zu schreiben sind, sonst aber gesetzlich untauglich. In den Drucken des Talmuds finden wir die Kunst des Ben Kamzar ähnlich erklärt. N. Rabbinowitz im Dikduke Soferim weist aber darauf hin, daß diese Stelle in keiner der talmudischen Hss. vorhanden, also ein später Zusatz ist. Auf jeden Fall bleibt aber die Frage bestehen: Was für Bedeutung konnte diese Kunstfertigkeit für den Tempel haben? Auch der Satz: ״Alle fanden eine Begründung für ihr Verhalten, Ben Kamzar keine“, der auch im Talmud Jeruschalmi steht, ist kaum erklärbar.

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