Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1928)
- Date
- 1928-11-01
- Page
- Seite 596 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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596 Eine sprachlich und sachlich interessante usw. Er kommt nun zu dem Resultat, daß keinerlei besondere Dehnung des Vokals am ך von ויחנך nötig und das Sagen des רבון דחלמא auch nach תה״ד erlaubt ist, während nicht der Vokal des ׳ך sondern das ך selber gedehnt wird; — eine schwer vollziehbare Vorstellung. Gemeint scheint: Alles, was vor diesem Vokal des ך liegt, also gleich oben dargestellter westsefardischen Vortragsweise. Die Gültigkeit der Entscheidung des תה״ד für sefardische Gegenden schließt unser Verfasser ferner aus der Zustimmung des ב״י• Hierbei zeigt sich der geistreiche Musivstil des Verfassers, der auch sonst an den hebräischen Klassizismus eines Luzzatto erinnert, in seiner ganzen Entfaltung. Er sagt: Wenn ב״י die Entscheidung des תה״ד und ihre Begründung ablehnen wollte, dann müßte er hinzufügen: תפוש אותו על חלומותיו ועל דבריו ״Beanstande ihn wegen seiner Träume und seiner Worte“, — also Anspielung auf den Inhalt des umstrittenen רבון דחלמא sowie auf die Josefsgeschichte Gen. 37, 8. Als positive Begründung für die Erlaubnis, dieses Gebet zu gleicher Zeit mit den Worten des Priestersegens zu sprechen, führt er an: דברכת כהבים יש לה בח לתקן חלום רע בשמתפללין עליו באותו שעה• Es wohnt dem Priestersegen die Kraft inne, einem bösen Traum zu wehren, wenn man über ihn zu dieser Zeit betet. II. Hiernach wendet sich unser Verfasser gegen die Behauptung des Änfragenden, die Sonderstellung des ת ה״ ד als מקיל betreffs des רבון דחלמא beruhe auf Flüchtigkeit eines eiligen Responsums. Unser Verfasser weist nach, daß die תשובות des תה״ד alle theoretische Belehrungen sind und infolgedessen nur nach gründlichem Durchdenken ihrer Themen entstanden sein können. Insbesondere nimmt er den תה״ד dagegen in Schutz, daß er לא אשגח בדבר גדול מאד מאד דהיינו דיני מלעיל ומלרע ״etwa eine so sehr, sehr große Sache wie die דינים über מלעיל und מלרע außer Acht gelassen haben könnte.“ Doch vor allem verteidigt er den Glauben des תה״ד an die Heilkraft