Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1928)
- Date
- 1928-11-01
- Page
- Seite 595 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Eine sprachlich und sachlich interessante usw. 595 ,סומכוס ור, אחא בר יעקב ברכוה דף ב stützt, die von der Dehnung des ד von רש״י) אחד dort ausdrücklich: nicht des ח) spricht. Da nämlich am ד kein nachher auszusprechender Vokal zu lesen ist, so wird hier eine Dehnung innerhalb des Worts gefordert; also kann auch ׳תה״ד der hierauf verweist, nur die Dehnung derjenigen Vokale als zulässig bezeichnet haben, die vor dem ך von ויחנך stehen. Aus dem שלטי הגבורים zum מרדכי 9' האומר zitiert er nun die Ansicht, die Dehnung von אחד sei zu 1/3 auf dem ח und zu 2/3 auf dem ד auszuführen. Inwiefern dies die vorher erwähnte Ansicht unseres Verfassers tatsächlich stützt, wäre einer besonderen Untersuchung wert; für die Aussprachenkunde ergibt sich ein ganz anderer Sinn des Zitats aus שלטי הגבורים: Der Letztere muß die Dehnung des ד wie die des ח konsonantisch verstanden haben; der hochgutturale Hauch des ח verträgt nur etwa die Hälfte der Dehnung, die ein gleich dem stimmhaften englischen th gesprochenes ד ergibt. Außerdem aber schließt unser Verfasser aus der Berufung des תה״ד auf 1 סומכוס. c., daß er das Sprechen der תחנות ebenso während der Worte וישמרך וכד verlangt, wie die הפסקה bei אחד nur vor Aussprache des ד verboten ist; eine קבלת מלכות שמים dort, eine Abwehr dieser Verhängnisse hier, — ולא תועיל ולא תציל ההארכה בהן bei Beiden hat das Dehnen keinen Sinn mehr, sobald das Wort zu Ende gesprochen ist. Hätte unser Verfasser jedoch die heutige aschkenasische Vortragsweise von ב״כ —, mit Füllseln vor den Worten, — gekannt, so hätte er dem Anfragenden vielleicht nach Obigem Recht geben müssen. völlig losgelösten Füllsel nach dem Worte ist für Deutschland niemals bezeugt worden. Äuch erscheint es doch ganz unglaubhaft, daß der Vokal Komez in seiner in Deutschland und Polen übl. Aussprache (o oder u) jemals zum musikalischen Füllsel gedient haben kann. Der Verf. scheint vielmehr an solche Äschkenasim zu denken, die in Italien gewohnt und die dort damals außerhalb Livornos vorherrsehende ostsefardische Aussprache nicht aber deren Betonung angenommen haben. Es wäre wichtig, festzustellen, wann solche existierten.