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Jeschurun · 1928-09-01 · Heft 9-10 (September 1928) · p. Seite 568

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Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 9-10 (September 1928)
Date
1928-09-01
Page
Seite 568 (sequence 96)
Language
German
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568 Bücherbesprechungen. met er den Propheten vereinen und ihren Aufgaben. Es ist ihm ge״ hingen, aus den ziemlich spärlich gehaltenen Quellen eine Darstellung zu geben, die die Grenzen zwischen Prophet und Seher aufweist, die Verbindung des Propheten mit dem jüdischen Kult und die Wurzeln der prophetischen Ekstase lebendig gestaltet. Wohltuend berührt dabei des Vfs. immer wieder anklingende Ehrfurcht vor dem supranaturalistischen Charakter des Prophetentums. Doch sei hier auch auf einige, teilweise u. E. nicht unwesentliche Mängel hingewiesen. Zu der auf S. 16 Änm. 4 vorgenommenen Korrektur 1. Sam. 18, 6 liegt nicht der mindeste Anlaß vor. (Vgl. באדר z. St.) Psalm 118, 27 auf den ״Opferreigen“ zu beziehen, erscheint sehr gewagt, (vgl. auch: Keßler, die Ps. bei Str.-Z. z. St.) ebenso I. Sam. 16, 11. Für die Ansicht von Ed. König (S. 26 Änm. 7) dürfte auch Ämos 7, 14 sprechen. Ruch (S. 29) Hos. 7, 14 mizbehotam statt miskebotam zu lesen ist unbegründet. Vgl. dazu als Parallele אמרו בלבבכם על משכבכם• Sehr gut ist J’s Verteidigung der ״weissagenden Äeltesten“ Num. 11, 24 ff. gegen Wellhausen u. a. Äls Endjahr der Dürre unter Ächab ist das Jahr 854 anzugeben, nicht 856 (!) Verfehlt dürfte als Ganzes Kap. V von der Entartung in den Prophetenvereinen sein. Nicht als ob eine solche an sich nicht denkbar wäre, ist jedoch I. Reg. c. 22 als Beweis dafür durchaus abzulehnen. Männer, die die Verehrung des Baal ״stillschweigend“, dulden, noch als Gottespropheten hinzustellen, ist für unser Empfinden unerträglieh. Äber davon ganz abgesehen, hat H. M. Wiener zweifellos recht, wenn er (S. 63 Änm. 3) diese 400 Nebi’im als Baalspropheten bezeichnet. Sie werden auch nirgends Gottespropheten genannt, im Gegensatz zu ihnen wohl aber Michajahu in V. 7 u. 8. Junkers Irrtum, auf dem er eine ganze Theorie aufbaut, fußt auf der falsehen Uebersetzung von V. 7. Es muß heißen: ״Ist denn nicht auch noch ein Prophet Gottes hier usw.?“ (Zugleich ein stiller Vorwurf für die in c. 18, 13 angegebene Untat der Lsebel.) Von 2 Richtungen unter den Gottespropheten bezw. von deren Entartung, kann also keine Rede sein. — S. 64 Änm. 4. Statt Ämos 9, 1 lies Hosea 9, 1, I. Reg. 22, 19 ist Forts, von 17, daher ist, gegen LXX, לכן beizubehalten. Bethuel ist nicht der Bruder (!), sondern der Vater Rebekkas (Gen. 22, 23). In dem Gotteswort an Jehu II. Reg. 10, 30 nicht eine wirkliche Offenbarung,' sondern nur die religiöse Geschichtsbetrachtung zu sehen, verbietet ausdrücklieh der Zusammenhang insbesondere 31 u. 32. (Vgl. auch רש~י ומכלל יומי z. St.) Bileams Gottesoffenbarung läßt sich der des jungen Samuel nicht vergleichen, da letzterer sie nicht im Offenbarungsträum, sondern in wirklicher redender Stimme erhält. II. Reg. 1, 3 enthält nicht den von Junker hineingelegten Vorwurf, sondern nur

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