Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1928)
- Date
- 1928-09-01
- Page
- Seite 567 (sequence 95)
- Language
- German
- Belongs to
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Bücherbesp rechungen 567 These, Prophet und Priester trenne stets unversöhnliche Feindschaft, das Phänomen eines Priesterpropheten, etwa Ezechiel, zu erklären? Seines großen Landsmannes (G. Brandes) Jesusbuch erwähnt N. merkwürdigerweise auch nicht dem Namen nach. Es ist nicht ausgeschlossen, daß manche Härten und Schönheitsfehler des Buches auf Uebersetzung und Bearbeitung zurückzuführen sind. Julius Samuel. Der Antisemitismus in der Irans» Literatur. Berlin 1927. Philo׳ Verlag. Ueber ihren engen Rahmen hinauswachsend wird diese Schrift fast zu einem Abriß der Geistesgeschichte Frankreichs. Sie ist gestützt auf ein reiches, fast überreiches Quellenmaterial und wirkt in ihrer gründlichen Art gewiß nachdrücklichst im Sinne der Abwehrbewegung. Doch scheint es uns, daß neben Drumont auch noch andere Schriftsteller eine eingehendere Behandlung verdienten, so z. B. Leon Daudet, Drumonts eifriger Schüler und Sachwalter, sowie deren große Gegner, etwa Emile Zola und neuerdings Romain Rolland. Im Ganzen läßt diese Arbeit den Leser wieder auf den Sieg der Waffen des Geistes hoffen. J. S. Johann Gabriel, Zorobabel. Wien 1927. Verlag Mager u, Co. Verfasser hat es verstanden, uns ein treffliches Bild der nachexilischen Zeit zu geben, ausgezeichnet durch Klarheit des Blicks und konservativen Sinn. So tritt uns das liebenswerte Bild eines großen jüdischen Heros in neuer Frische entgegen. Einige kleinere Hinweise und Bemerkungen seien uns gestattet. דרכמובים dürften ,^Drachmen“ sein. Weder aus Sanhedrin 93 a, noch aus Mal. 1 und 2 läßt sich die Rivalität Serubabels und Josuas begründen. Erstere Stelle enthält nach talmudischer Auffassung nur einen Tadel für Josua durch den Propheten Secharja, weil er der Verheiratung seiner Söhne mit unebenbürtigen Frauen nicht wehrte. Auch Sellins Erklärung dürfte fehlgehen, da jedenfalls von einem Mißtrauen des Hohepriesters gegen messianische Hoffnungen Serubabels keine Rede sein kann, da sie ja nach Secharjah ihn (Josua) betrafen. Cuthäer, v. Cutha in Mesopotamien ist keineswegs eine verächtliche Bezeichnung. Wichtige Argumente bringt Verfasser gegen ״Deuterojesaja“. Seine Arbeit ist im Ganzen recht dankenswert. J. S. Dr. Hubert Junker: Prophet und Seher in Israel. (Paulinus-Verlag, Trier.) Vf. hat es sich zur Aufgabe gestellt, in Auseinandersetzung mit der vergleichenden religionsgeschichtlichen Betrachtungsweise von katholischer Seite aus die Erscheinungen des ältesten israelitisehen Prophetentums zu beleuchten. Sein besonderes Interesse wid-