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Jeschurun · 1928-09-01 · Heft 9-10 (September 1928) · p. Seite 528

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 9-10 (September 1928)
Date
1928-09-01
Page
Seite 528 (sequence 56)
Language
German
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528 Seligmann Bär Bamberger זצ״ל von Chochma“ ist der hohen Bedeutung der behandelten Ritualien und der großen Verantwortung ihrer Hersteller gewidmet. Ein wahrhaft Frommer spricht liebevolle, väterliche Mahnworte. In ״Bina“ hat der Verfasser der Versuchung widerstanden, durch nicht unbedingt notwendige Untersuchungen und Ab- Schweifungen dem ganz für die Praxis bestimmten Buch die Uebersichtlichkeit zu nehmen. In geradezu klassischer Einfachheit lehrt das in deutscher Sprache, aber in hebräischen Lettern geschriebene Werkchen ״Ämira le Bet Jakob“1) die Pflichten der jüdischen Ehefrau. Der große Talmudist tritt hier ganz zurück vor dem Lehrer und Seelsorger im schönsten Sinne des Wortes. Mit hohem sittlichen Ernst und mit liebevollster Frömmigkeit weiß der Verfasser über die Heiligkeit der jüdischen Ehe zu sprechen und über die Fülle der Einzelpflichten, auf denen die Reinheit des jüdischen Hauses beruht. — Im ״More le Sowchim“2) wendet sich der erfahrene Landrabbiner an die Schächter. Hier kommt es ihm darauf an, das weite Gebiet der Vorschriften für Scnechita und Bedika in übersichtlicher Weise zusammenzustellen; er verzichtet auf Untersuchungen, aber man spürt: was gesagt wird, ist das Resultat jahrelangen Forschens und genauer Kenntnis der Praxis. In den kurzen Anmerkungen finden sich nur ganz selten eingehendere Erörterungen. Das Buch will nicht die größeren Werke des behandelten Gebietes ersetzen, es will nur dem praktischen- Schochet ein Wegweiser sein. Auch in seinen Teschuwot3) vermeidet R. Seligmann Bär unnötige Breite; soweit die Frage durch die Dezisoren ganz oder teilweise bereits behandelt ist, begnügt er sich, auf ihre Entscheidung 1l אמירה לבית יעקב erste Auflage Fürth 5618. 2J מדרה לזובחים erste Auflage Fürth 5623; s. d. Einl., S. 12. 3) Nur verhältnismäßig wenige תשובות sind zu seinen Lebzeiten gedruckt, einige am Ende von נחלי דבש, andere in שו״ת בנין ציון von R. Jak. Ettlinger und in dessen Zeitschrift שומר ציון הנאמן• R. S. B. Bamberger hatte die Veröffentlichung seiner hinterlassenen תשובות nicht gewünscht. Doch wurden sie später unter Zu- Stimmung des bekannten Kownoer Rabbiners R. Jizchak Elchanan Spector zum Teil gedruckt, mit der Bemerkung לבלי לסמוך עליו להלכה

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