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Jeschurun · 1928-09-01 · Heft 9-10 (September 1928) · p. Seite 525

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 9-10 (September 1928)
Date
1928-09-01
Page
Seite 525 (sequence 53)
Language
German
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Seligmann Bär Bamberger 525 זצ-ל der Thora nicht leben wollte. 22jährig heiratete er; seine fromme Gattin nahm fast alle wirtschaftlichen Sorgen auf sich, damit er ungestört weiter lernen konnte. Der gelehrte Wiesenbronner Krämer zog talmudbeflissene Jünglinge an sich, die später Rabbinate bekleideten. Der greise Würzburger Oberrabbiner Bing1) erteilte ihm im Jahre 1837 nochmals Rabbinatsautorisation und beauftragte ihn mit rabbinischen Entscheidungen im Rahbinatsbezirk. Nachdem der hochbetagte Rabbiner Bing sein Amt niedergelegt hatte, wurde R. Seligmann Bär Bamberger unter Üeberwindung großer Schwierigkeiten im April 1840 Distriktsrabbiner in Würzburg. Neben seiner eigentlichen rabbinischen Tätigkeit im Bezirk und in der Stadt, leitete er eine Talmudhochschule und war literarisch tätig. Nach großen finanziellen und organisatorischen 1J Er war ein Schüler des berühmten R. Natan Adler in Frankfurt. Zur Biographie Rabbiner Bings s. J. E. III, S. .115,s und bes. Jizchak (Seckel) Bamberger, Sichron Abraham, Einl. S. 7 ff. Dort wird als Todesdatum nach dem Grabstein 5. Ädar 5601 angegeben, s. a. H. Bamberger, Geschichte der Rabbiner zu Würzburg, S. 66. N. Bamberger (S. VIII) hat irrtümlich 7. Ädar 5599. Eigentümlicherweise gibt J. Bamberger das bürgerliche Datum mit 1. März an. Der 1. März 1841 war aber der 8. Ädar. Die Ällgem. Zeitung des Judentums, Jahrg. 1841, Nr. 13, schreibt, Oberrabiner Bing sei am 28. Februar gestorben; das wäre der 7. Ädar. Josts Annalen, Jhrg. 1841, Nr. 12, berichten, daß Oberrabbiner Bing am Montag den 1. März gestorben sei; dies war der 8. Ädar. Wie mir nachträglich Herr Bezirksrabbiner Dr. Hanover-Würzburg freundlichst mitteilt, gibt das Verzeichnis des Höchberger Friedhofes als Todestag unzweideutig an ביום שבי בשמבה אדר; andererseits haben Grabstein und Heidingsfelder Memorbuch tatsächlich ה׳ אדר• Im Memorbuch scheint ein Verschreiben vorzuliegen; der Fehler auf dem Grabstein kam vielleicht bei der Renovierung. — Nach allem ist als Todestag Oberrabbiner Bings Montag der 8. Ädar 5601 (— 1. März 1841) anzusehen. Nach der Ällg. Zeitung d. J. 1838, Nr. 113, hat Rabbiner Bing sein Amt am 24. August 1838 niedergelegt. Die Autorisation Rabb. Bings an Rabbi S. B. Bamberger ist 4. Kislew 5598 (2. Dez. 1837) datiert. Danach ist wohl anzunehmen, daß Rabbiner Bing daran dachte, R. S. B. Bamberger solle sein Nachfolger werden. Die Darstellung bei N. Bamberger, S. VIII f. ist ungenau.

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