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Jeschurun · 1928-09-01 · Heft 9-10 (September 1928) · p. Seite 519

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 9-10 (September 1928)
Date
1928-09-01
Page
Seite 519 (sequence 47)
Language
German
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Äus der Geschichte der Juden in der Bukowina usw. 519 weiter in Rechtswirkung bestehen blieb. Doch war die Vermehrung der Juden durch auswärtigen, selbst anderskreisigen galizischen Zufluß auch fernerhin untersagt. Vorsichtshalber wurden deshalb die ״geduldeten“ Juden zur Legitimierung ihrer Ansässigkeit und des berechtigten Aufenthaltes und Wohnrechtes iii der Bukowina mit ״Duldungsscheinen“ ausgerüstet, in welchen das Kainszeichen, die betreffende Familiennummer des ״geduldeten Familianten“, natürlich als Hauptmerkmal nicht fehlte, und deren Änschaffungs- und Druckkosten die Bukowinaer Judengemeinden aus eigenem zu tragen hatten. *) Die vom Czernowitzer Kreisamte und dem Bukowinaer Regierungs-Chef, Hof rat Platzer, beantragte Entrichtung einer Stempelgebühr für die ״Duldungsscheine“ wurde vom Landesgubernium nicht genehmigt und solche den ״tolerierten“ Juden gebühren- und taxfrei ausgefertigt mit der Begründung, daß ״dies eine öffentliche nicht soviel zum individuellen Besten der Judenschaft abzweckende als vielmehr der Staatsabsicht entsprechende Anstalt ist, die Bukowinaer Juden ohnehin die diesfälligen Papier und Druckkosten bestreiten müssen und die Entrichtung der Stempelgebühr gewissermaßen nur wieder eine neue Familiensteuer wäre.“* 2) Diese neu aufgestellten Grundsätze und Richtlinien wurden der Judenschaft und allen Ortsobrigkeiten am 6. 2. 1813 bekannt gemacht3 4). Letzteren wurde gleichzeitig die neuerliehe Beschreibung und genaue Aufnahme aller in ihren Gemeinden und Dorfschaften befindlichen Judenfamilien und deren Verzeichnung in eigens hierzu vor geschriebenen Tabellen aufgetragen, die nebst den übrigen ״Hilfsmitteln“ der *) KÄ. Zirkular v. 6. 2. 1813 9927 an Judengemeindevorsteher Die Kosten der ״Duldungsscheine“ beliefen sich auf 346 Fl. 40 Kreuzer (nach dem Protokolle mit dem Kreisbuchdrucker Eckhard v. 28. 5. 1813 u. der KÄ. Verfügung an Juden Vorsteher v. 4. 64 1813 ZI. 3979. 2) KÄ. Bericht u. Antrag v. 6. 2. 1813 9927; Gub. Vdg. v. 19. 3. 1813 9328; KÄ. Zirkular an Judengemeindevorsteher v. 4. 6. 1813 3979. 4) KÄ. Zirkular und Kundmachung v. 6. 2. 1813 ZI. 9927.

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