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Jeschurun · 1928-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1928) · p. Seite 467

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1928)
Date
1928-07-01
Page
Seite 467 (sequence 99)
Language
German
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Das Leid der Tiere. 467 sich um reine Tiere handelt, damit man von ihrem Fleische esse oder um unreine, damit man sich aiis dem Erlös ihrer Felle ernähre. Die Lebewesen sind dem Menschen für all seinen Bedarf gegeben. Wer das aber nicht deshalb tut, weil er sich dadurch ernähren will und gar nicht damit diese Absicht verbindet, von dem ist das eine Grausamkeit.“ Saul Mortera, der berühmte Lehrer Spinozas, hat in seiner Sammlung von Aufsätzen גבעת שאול ebenfalls sich sehr scharf gegen die Jagd mit Hunden ausgesprochen. ' Er stellt zwei Tgpen von Königen einander gegenüber, ״die einen ziehen ihren Untertanen das Fell über die Ohren, verdrehen das Recht und unterdrücken sie, und die anderen üben Recht und Gerechtigkeit und Treue und leiten sie in Ruhe und Sicherheit. Dementsprechend finden sich zwei Formen mit den Tieren umzugehen, die eine ist die Jagd und die zweite ist das Weiden der Tiere. Die Jagd entspricht den Unterdrückerkönigen, sie jagen die Tiere und töten sie und hetzen gegen sie die Hunde erbarmungslos. Deshalb ist es in unserer Thora verboten, denn das erzeugt Grausamkeit und das Verbot ist so bedeutsam, daß Gott geboten hat, man solle vom Wild und von Vögeln, die man jagt und lebend fängt, das Blut bedecken, als ob man unschuldiges Blut vergossen hätte, das man bedecken muß. — Das Weiden ist aber ein Hinweis für das Gütige in der Führung, es entspricht dem gerechten König, daher heißt der Führer des Volkes auch der Hirte:“ Ein Wort noch über den Gegensatz zwischen dem Jäger und dem Hirten. Es erübrigen sich Belege, daß der Hirte in der Urgeschichte Israels bis auf die Zeiten der Königsgeschichte eine sympathische Gestalt ist. Der eigentliche Stammvater Israels, sein größter geistiger Führer, der Begründer des messianischen Königshauses, sie treten uns als Hirten entgegen. Die Bilder, die von der Jagd entnommen, schildern Frevel und Unglück; Herde und Hirt sind die Schützlinge

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