Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1928)
- Date
- 1928-07-01
- Page
- Seite 453 (sequence 85)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Leid der Tiere. 4Ö3fc nach dem Midrasch einen Beruf aus, der ehrenwert ist, zu dem ebenso Verstand ugd Kenntnisse nötig sind, wie ״um die einem, der Vögel fängt; wenn er jedem (den er gefangen hat) gleich, die Flügel bricht, dann bleiben sie ihm bewahrt, sonst nicht“, braucht durchaus nicht eine Billigung dieses Verfahrens zu sein. Von einein jüdischen Vogelfänger ist hier schon deshalb schwerlich die Rede, weil bei einem Brechen der Flügel (wenn auch nach Mischna Chullin 56 b der Vogel nicht trefa ist) die Gefahr vorhanden ist, daß es zur Trefa führen kann, wie bei den Decisoren nachzulesen (Schulch. Ar. Jore Dea § 53, 2). — Von Es au wird berichtet, daß er die Vogel, nachdem er sie gefangen, ansengte: Gen. R. 67, 2 S. Krauß a. a. O. II. S. 529 Note 995; auch die eben daselbst gebrachte Tossefta Sota V 12 erzählt von I s m a e 1, daß er eine Bama gebaut und Heuschrecken gefangen und sie einem Götzen dargebracht. Doch ist zu bezweifeln, ob (mit KrauB a. a. O.) das als ״Roheit“ anzusehen und als solche von Sara dort gegeißelt wurde. Ihre Worte; ״Wenn er das meinen Sohn Jizchak lehren wird, würde dann nicht Gottes Name entweiht?“ beziehen sich nur aub die Neigung zum Götzendienst, die sich hier schon im Spiele kundgibt. Ismael wird gerade (in der Vorstellung des Ägadisten) in Nachahmung des übliehen Opfers dies vor der Darbringung auf der Bama ״geschlachtet“ haben. Wir finden auch sonst das Spielen der Kinder mit Heuschrecken, Ameisen usw. M. Sabbath IX 7, Jebamath 121b. Ganf kleinen Kindern, die in Unverstand das Tier quälen könnten/ hat man es offenbar nicht zum Spielen in die Hand gegeben. Diese nähme ist die Voraussetzung der Richtigkeit der Antwort, die zur Erklärung des Streites zwischen תנא קמא und רבי יהודה Sabbath 90h gegeben wird: ודבי.יהודהאינניית קטן מיספד ספיד ליה; Diese mehrfache Erwähnupg, daß die Kinder mit dem klebien toten Tier; Begräbnis fielen, und diese Annahme wird sogar an den beiden erwähnten Talmudstellen halachisch verwertet, während sich von den son$t üblichen Grausamkeiten der Kinder gegenüber den Tieren m. W. keine Anr deutung findet, spricht da£ür, daß in dgn Kindern mitleidige Rgguitgen für das Tier vorherrschend, waren. — ההוא *בא Chullin 57; % kann mit Rasch! ein Korb voller Vogel sein, denen die Füße von selbst gebrochen waren» weder in der Sache noch in der Ethymolqgte, des Weites braucht map nüt Äruch und Levg s. v. נקר r^sp. גי^ור• anzunehmen, daß die Füße zu Lebzeiten ״abgehackt waren“. Vgl. Raschi s. v. דגקורי שנשתברו רגליה: vgl. daselbst die zweite Erklärung, die Raschi im Namen der Geonim bringt, nach der *מובקדד st» überhaupt nur einen Korb einer bfstiinmten Art von Vögein bedeutet.