Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1928)
- Date
- 1928-07-01
- Page
- Seite 428 (sequence 60)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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428 Die Geschichte der Juden in der usw* in Czernowitz, der k. k. Pottaschenfabrikant Josef Hart in Putna, ferner auf der Wanderung in die Bukowina begriffenen zunftmäßige Handwerksgesellen, endlich die in Czernowitz und Suczawa wohnenden Wasserführer, ״unentbehrlichen Bäcker“ und die Müller zu Swinecze, die vorläufig noch weiter in der Bukowina belassen werden konnten und für ihren zeitlichen Aufenthalt daselbst mit einer nur auf ein Jahr dauernden Bewilligung versehen werden mußten. Gleichzeitig wurden das Kreisamt und die Gemeinde-Gerichte in den Städten beauftragt, schon jetzt, um diese zur Bedienung des Publikums wichtigen Bäcker, Wasserführer und Müller entbehrlich zu machen und ״fortweisen“ zu können, ״wozu sie geeignet sind“, unter den christlichen oder den zum dauernden Aufenthalt geeigneten Juden andere Leute als Ersatz ausfindig zu machen, damit die Bedürfnisse des Publikums bei- Zeiten sichergestellt und die ״Hinausweisung“ nicht gehindert werde. Weitere ״zeitlich“ begünstigte ״Ausnahmen“ bildeten die in ״Kriminals-Untersuchung“ (strafgerichtlicher Untersuchung) stehenden oder in Kriminalarrest befindlichen Juden und Jüdinnen bis Beendigung und Abschluß der strafgerichtlichen Untersuchung beziehungsweise bis zur Abbüßung ihrer Strafzeit und die über 80 Jahre alten Greise und Greisinnen, die ״unbedenklich den kurzen Rest ihrer Tage in der Bukowina beschließen können“. Hingegen durften die nach Galizien verheirateten Töchter der im kritischen Jahre 1783 ״zum Verbleiben klassifizierten“ Bukowinaer Juden, in der Bukowina nicht mehr und niemals geduldet werden, sondern mußten ihrem Manne nach Galizien folgen. Nebstbei ergingen an das Kreisamt außer dieser grundsätzlichen Anordnung gleich dermalen einige^ besondere Weisungen und Modifikationen, um die sich bei der Durchführung der Abschaffungsoperationen etwa ergebenden Hindernisse schon jetzt aus dem Wege zu räumen, unnütze Anfragen zu beseitigen und die Ausführung dieser allerhöchsten Entscheidüng im geeigneten und günstigen Augenblick ohne Zeitverlust bewerkstelligen zu können. Zu diesem Zwecke hatte das