Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1928)
- Date
- 1928-07-01
- Page
- Seite 419 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Geschichte der Juden in der usw. 419 So wird sie auch heute noch dem toratreuen Juden, weil er auf Bewältigung des Diesseits drängt, flicht nur eine Sprache seines Denkens und Strebens, sondern auch seines Erlebens und Lebens sein können, nicht nur die Sprache der Synagoge und der Lehrhäuser, sondern auch des jüdischen gesetzerfüllten Älltags, und so erfährt er in der Rückkehr zur Vätersprache von neuem das alte דברה תורד. כלשון בני אדם — so wie es R. Ismael b. R. Jochanan b. Beroka (Nidda 32 b) angewandt wissen wollte, — daß schon die Tora so gesprochen hat, wie die Zunge der Menschen immer redet! Aus der Geschichte der Juden in der Bukowina unter österreichischer Verwaltung (17741918־). Von Dr. Samuel Josef Schulsohn. Wiedereinführung der Sonderstellung für die Bukowina: Neuerliche Klassifizierung und Vertreibung der Juden. (1801—1819.) § 1. Totale Einstellung der Judeneinwanderung, grundsätzliche ״Klassifizierung“ der ״altangesessenen“ und Vertreibung der ״eingeschlichenen“ Juden. Vereitelung jüdischer Abwehrversuche. (1801—1805.) Die Juden in der Bukowina waren im Gegensatz zu ihren übrigen galizischen Glaubensbrüdern als die einzigen rekru׳ tierungsfrei und hatten keine schikanöse Judensteuern zu erdulden. Naturgemäß machten diese Tatsachen den Bukowinaer Kreis zu einen starken Anziehungspunkt für viele jüdische Einwanderer aus dem übrigen Galizien und Oesterreich. Für diese gleichsam privilegierte Stellung einen Ausgleich zu schaffen, sollten nun in anderer Beziehung die Bukowinaer Juden unabhängig von der übrigen galizischen Judenschaft den Kelch der Rechtsbeschränkungen und -Bedrückungen der reaktionären Judengesetzgebung bis zur Neige