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Jeschurun · 1928-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1928) · p. Seite 420

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1928)
Date
1928-07-01
Page
Seite 420 (sequence 52)
Language
German
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4io Die Geschichte der Jüden in der nsw. leeren, um so einen weiteren Zuzug und eine starke Ansammlung von Juden in der Bukowina unmöglich zu machen. Hinsichtlich dieses Kreises, des östlichen Punktes innerhalb der Einflußsphäre der Wiener Verwaltungspraxis, der gleichzeitig auch den bedeutenden'Konzentrationspunkt für insbesondere aus Galizien geflüchtete Juden bildete, hielt sich daher die österreichische Regierung strenge an dem vorgeschriebenen Leitfaden, wozu ihr als Richtschnur und Vorbild auch die Ausnahmsstellung der Bukowina zur Zeit der Militärverwaltung diente. Demgemäß wurde die im Votum der Hofkanzlei vom 17. 6. 1791 angeführte zweite Möglichkeit in Betreff der Behandlung der Juden: ״Man muß es versuchen durch Verschärfung der vorher bestandenen äußerst harten und doch fruchtlosen Verfügungen sich ihrer (der Juden) loszumachen“, *) bis zur letzten Konsequenz durchgeführt. War bisher in der Äbschließung der Bukowina vom übrigen In- und Ausland, in Erschwerung der Einwanderung, noch ein kleines Vetil offen gelassen, durch das sich Juden unter gewissen Umständen als Ackersleute oder Handelsleute gegen Ausweis eines Vermögens von 10,000 Fl. protektionsweise Eingang verschaffen konnten, nahm mit der Wende des Jahrhunderts die Regierung ihrem Leitfaden getreu eine Wendung in ihrer Änsiedlungspolitik gegenüber den Juden in der Bukowina. Während sie bisher nur des öftern die ״starke Vermehrung“ und den ״bedeutenden Zuwachs“ der Juden im Czernowitzer Kreise gegenüber dem Jahre 1787, dem Zeitpunkte der letzten ״Judenabschaffung“ und des Ueberganges der Bukowina in die politische Verwaltung, wiederholt betonte, gleichsam ihr Glockengeläute gegen die drohende ״Ueberschwemmung“ als indirektes Wahrzeichen für das neue System ertönen ließ, erklärte sie jetzt, die Ansammlung der Juden in der Bukowina sei eine Flucht aus Galizien, um 1) Vgl. Jeschurun XV S. 44 f.; G. Wolf zur Kulturgeschichte in Oesterreich-Ungarn S. 2; vgl. S. J. Schulsohn, die Geschichte der Juden in der Bukowina, Breslau 1927, S. 24. (MGWJ.)

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