Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1928-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1928) · p. Seite 412

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1928)
Date
1928-07-01
Page
Seite 412 (sequence 44)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
78% known words query
IRI
…/2292929-2293057-2293062--09926-2303218
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

412 Ueber die sprachliche Wiederholung usw. 4. Empfindungseindrücke (a) und Gefühls״ regungen (b): a) מרר bitter sein, חמם heiß sein, ד,ל< -נצץ als: funkeln, nns glänzend sein, עשש dunkel werden, בהה und בהה stumpf sein. b) אגן und נהה wehklagen (hier ev. auch: ילל .יבב wimmern),אללי)אלל) Weh empfinden, רתת und רטט zittern, קטט sich ekeln, קלל,קבב,ארר verfluchen, צרר hassen, סרר widerspenstig sein,שבב abgefallen sein (שגג .(שובב abirren, תלל täuschen, חרר entbrennen, ערר aufregen, בשש sich zurückhalten. — ידיד) ידד) lieben, לבב herzen, הגן sich erbarmen. שעע erfreuen, רנן und הלל bejubeln, רמם erheben. (Das Ueberwiegen der Hntipathie-Iterationen über die Sympathie-Iterationen stimmt überein mit dem Ergebnis von § 4). Wir stellen fest, daß das Bestreben, die energetische Ladüng des Begriffsinhalts schon im Wortstamm durch Iteration zu charakterisieren, sich in gleicher Weise sowohl bei der Umsetzung akustischer als auch optischer Eindrücke in die akustische Sprache findet, ferner aber auch bei der Umsetzung innerer Regungen (4b) in den sprachlichen Ausdruck. Es ist nicht angängig, einen einzelnen dieser Wege zur Sprachiteration einer gesonderten Erklärungsweise zu unterziehen, nachdem diese vom phänomenologischen Standpunkt zwar mehrfältigen Möglichkeiten, zur Sprachiteration zu gelangen, vom Rückblick ihres psychologischen Effekts aus als gleiche Reiz-Einheiten betrachtet werden können. Unter dieser einheitlichen Blickrichtung erledigt sich der Begriff der Onomatopoesis, sofern er im Sinne nur einer Schall nachahmung oder Lautmalerei zur Erklärung einiger Silbendoppelungen (besonders pilpel-Bildungen) auch fürs Hebräische herangezogen wurde. Obwohl zwar nach Gesenius1) die hebräische Sprache an onomatopoetischen Bildungen eine der ärmsten ist, sollte doch beispielsweise צפצף den Vogellaut piep-piep wiedergeben, sollte בקבוק eine Nachahmung des Glucksens sein, sollte durch חלחל der Laut ') Lehrgebäude usw.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.