Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1928)
- Date
- 1928-07-01
- Page
- Seite 406 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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406 Ueber die sprachliche Wiederholung usw. groß werden, immer mehr, immer mehr; wie Ezechiel schauend und beschreibend sich umdreht: ein Stück ringsum, noch ein Stück ringsum — überall ringsum. Nicht sehr tief wird Israel fallen, ist sein Fluch, sondern ruckweise: abwärts und noch mehr abwärts. Schwer ist die Weisheit zu ergründen, gräbt man auch tief und noch tiefer. Ein Beweis hierfür ist der eindeutige Sinn von מעט מעט (Ex. 23, 30; Deut. 7, 22); nicht: sehr wenig — sondern: immer ein wenig und noch ein wenig werde ich die Feinde austreiben. § 13. B. Neben den Wortverdoppelungen sind eine große Zahl von Einzelwörtern aufzuführen, welche Silbenver־־ doppelungen enthalten oder nur aus ihnen bestehen. Hier handelt es sich aber nicht um spontane ״Wortneubildungen“, sondern um ein sicheres Eigentum des Sprachschatzes. Diese Behauptung gründet sich auf die Häufigkeit des Vorkommens dieser Bildungen im Gegensatz zur Einmaligkeit der Silbenverdoppelungen in den beiden anderen Gruppen. Auch hier freilich findet sich eine Anzahl dieser Wörter nur selten oder gar einmalig in der Bibel. Dies liegt aber wohl nur daran, daß gerade sie außerhalb des biblischen Gedankenkreises stehen. Es zeigt sich nämlich, daß begrifflich sämtliche hierher gehörigen Silbendoppelungen nur auf bestimmte Gebiete sich zusammendrängen, und zwar auf allgemein bekannte Dingbezeichnungen aus der Naturbeschreibung und aus dem täglichen Leben; fernerhin handelt es sich um gewisse Orts- und Namenbezeichnungen. Auch hier lassen sich, teils deutlicher, teils weniger deutlieh, die bei den primären Wortdoppelungen gefundenen Motivfc verfolgen: das Erlebnis eines Rhythmus oder der Unübersehbarkeit einer Menge, aber auch der Intensitätssteigerung einer Ding-Eigenschaft, meist durch Vermittlung optischer, nur selten akustischer oder taktiler Sinneseindrücke. Das Hauptkontingent dieser Bildungen stellen die pilpel- Formen; seltener findet man das katkatal- oder kHaltal• Schema, am seltensten die katlal-Doppelung.