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Jeschurun · 1928-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1928) · p. Seite 399

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1928)
Date
1928-07-01
Page
Seite 399 (sequence 31)
Language
German
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Vier Probleme des R. Jose usw. 399 Götzendienstes, der Unzucht und des Blutvergießens an. Die Sünden der Väter bestreiten ferner die um diese Zeit oft wiederholte und erweiterte Lehre von der Äuserwähltheit Israels von allen anderen Völkern der Erde. Christlicherseits wird noch der Bundesgedanke zwischen Gott und Israel geleugnet. In Kürze, zu den Ässimilationsbestreb ungen und den Religionsverfolgungen in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts gesellt sich noch die schwere Demütigung, daß Israel niemals das wahre Israel gewesen sei, keinesfalls gegenwärtig auf diesen Ehrentitel Anspruch erheben kann, der dem Volke genommen ist, um dem neuen Geschlecht, den neuen Menschen gegeben zu werden. Israel mit einem Worte geht fluchbeladen, unter den Sünden der Väter schwer leidend einher, während die christliche Gemeinde befreit von allen Sündenlasten der Vergangenheit, erlöst druch den Kreuzestod ihres Stifters froh der Zukunft eatgegengehen kann. ״Die Sünde der Väter“, die Ruhelosigkeit unter den Völkern und die Assimilation sind nur Glieder einer Kette. All dies sagt dem Volke den Untergang, die völlige Vernichtung, das gänzliche Verschwinden vom Schauplatze der Geschichte voraus. VI. Die Worte Mosis sollten nach jüdischen und nicht jüdischen Zeitstimmen das Auf hören des Judentums und des Volkes als religiöse und nationale Einheit voraus verkünden. Gerade um diese Zeit mehren sich die Stimmen, die die Ewigkeit der Kenesseth Israel von der Kanzel herab immer und immer wieder einschärfen. Vergebens hallen auf den dröhnenden Marktplätzen Caesareas, in den von Rhetoren geleiteten Schulen, von Christen und Gnostikern gehaltenen Predigten in Alexandrien, oder Antiochien, immer und immer wieder höhnische Bemerkungen über das vergehende Judentum. Von Afrika und vom Pontus bringen Juden nach Tiberias und Sepphoris die Kunde, daß man draußen in der großen Welt von dem jüdisehen Volke als von einem Toten spricht. Die Besucher der Synagogen in Rom erzählen sich von der Apostasie unter ihren

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