Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1928)
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 354 (sequence 110)
- Language
- German
- Belongs to
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354 Der Streit um die Erbfolge usw. sein, David aber nur bedingt für die Frommen, nicht die Unwürdigen, wie es heißt: wenn Deine Söhne meinen Bund hüten usw. (Jalkut Korach 756, Ramb. Hilch. Talm. Thora III, 1). ״Vom heiligen Lande schickten sie die Botschaft: seid vorsichtig mit armer Leute Kinder, von ihnen geht die Thora aus. Und warum geschieht es so oft, daß die Kinder der Gelehrten nicht selbst wiederum Gelehrte sind? Raw Josef sagte: daß man nicht sage, die Thora ist erblich. Raw Sehesehet sagte: damit sie sich nicht überheben über die Gemeinde, Mar Sutra sagte: daß sie nicht zu mächtig werden über die Gemeinde.“ (Ned. 81a.) Es ist also eine klare Unterscheidung gemacht zwischen den dreierlei Würden in Israel. Mit Absicht und Bedacht wird die Thorawürde in Gegensatz gestellt zu allen anderen, ja es als eine gewollte Fügung ausgesprochen, daß hier das Prinzip der Erblichkeit nicht absolut gelte, שלא יתגדרו ושלא יתגברו על הצבור• Gleichwohl hat die Thora wiederholt den Hinweis gegeben: למען יאריך ימים הוא ובניו בקרב ישראל׳ (Dt. 17, 20), daß die Demut und Gewissenhaftigkeit des Vaters den Kindern das Haus baue, und uns dadurch die Lehre erteilt, daß in dieser Erblichkeit eine hohe moralische Kraft, ein erstrebenswertes Ziel, ein hehres Ideal beschlossen liegt. Zeigt es doch, wie nachhaltig die Thoraerziehung wirkt, wie sie ganze Geschlechter adelt, wie sie eine Kette des Segens in die Ewigkeit schlingt. Daher hat der Tiefblick der Weisen oder der Minhag in Israel, der immer die Tendenzen des Gesetzes aufs feinste belauscht und sich zu eigen macht, hierin eine Richtlinie für alle hohen Äemter erkannt, die wir in Israel zu vergeben haben. מנין לכל פרנס ישראל שבניהם עומדים תחתיהם ת״ל הוא ובניו בקרב ישראל כל זמן שהם בקרב ישראל בנו עומד תחתיו (ספרי שופטים ל״ט) ומ״ש בקרב ישראל ר״לשכן המנהג בישראל לכל השררות שהם ירושה(מלבים שם) וע״ע לקמן‘