Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1928)
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 337 (sequence 93)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur Würdigung der Wirksamkeit usw. 337 ומדעות• והלשון צח ההוא הוא לשון מדברת איש בביתו ומובן לכולם ובשפת הישן גושן ישחקו וילעגו לו׳ שם אולי תחיה הדרש בצחות אשכנזי לתכלית להנעים דברי תורתנו וליפות אמרי מוסר ויראת ה, למען יכנסו-טיבה באזני השומעים יראי ה, התאבים לשמוע תורה מפי מליץ דורש ירא ה,• Auch nimmt der große Vfr. des שו״תמהר״םשיק in einer תשובה auf eine diesbezügliche Anfrage seitens seines ehemaligen Schülers R. Wolf Süßmann, Rabbiner in Zalaszentprot, später des Talmudvereins in Budapest, einen äußerst loyalen Standpunkt gegenüber der in reindeutscher Sprache gehaltenen Derascha ein. (Siehe ׳שו״ת מהר״ם שיק I, Resp. 70.) (Derselbe nimmt auch bei all seinem Mißtrauen der Aneignung von weltlichem Wissen gegenüber, auch in dieser Beziehung einen viel versöhnlicheren und einsichtsvolleren Standpunkt ein als sein ehemaliger Studieugenosse R. Hillel Lichtenstein. Man sehe w. o. Resp. 311, woselbst er schreibt:אמנם אין למדין מן הכללות ולפעמים יצאו מעוטים נקיים ואגו במדיבותיבד צריכין ‘לזה לפעמים עיר ועיר כלשונם למען יוכלו להיות להם שארית בארץ כשאר ■אומנות• Auch ist es Tatsache, daß der בעל כתב סופר keinen Protest gegen die Anstellung des in reindeutscher Sprache predigenden berühmten R. Feisch Fischmann als Kanzelredner seiner .Gemeinde erhoben hat, wie es die Extremen gewiß erwartet haben. Ja, sogar einen nahen Anverwandten, der Rabbiner in Klausenburg war und ob seiner in deutscher Sprache und nicht im Jargon gehaltenen Derascha von extremen Elementen arg bedrängt worden ist, in Schutz genommen hat. (S. das bereits erw. Resp. Nr. 35 in שו״ת בית הלל)♦ Auch ist es charakteristisch, daß trotz allem Mißtrauen der modernen Bildung gegenüber bei dem weitaus größeren Teile der damaligen orthodoxen Rabbiner in Ungarn (was übrigens auch heutzutags noch nicht wesentlich anders geworden ist), dennoch bloß ein Bruchteil derselben jenen berühmten ersten Punkt der sogenannten ״Mihalowitzer ׳״פסק בית דין wonach אסור ׳לדרוש דרשה בלשון או״ה es religiös strengstens untersagt sei, in einer anderen Sprache als in dem jüdisch-deutschen Jargon zu predigen,*) — unterschrieben hat. Ja, sogar fast alle Großen *) S. hierüber auch Dr. I. Hildesheimer, Ges. Rufs., S. llu. f.