Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1928)
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 336 (sequence 92)
- Language
- German
- Belongs to
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336 Zur Würdigung der Wirksamkeit usw. gesinnte Rebbinen, die vergeblich gegen die Annahme der Kongreßstaiiiten seitens ihrer Gemeinden ankämpften, und nachher in ihrer Notlage mit bitterem Stachel im Herzen in ihren zu der neologen Kongreßpartei über gegangenen Gemeinden verbleiben mußten, zu den Anhängern des von Hildesheimer vertretenen Standpunktes. Zahlreiche Rabbiner und auch unter diesen viele hervorragende nahmen einen mehr oder minder stark nach rechts oder nach links sich neigenden vermittelnden Standpunkt zwischen den erwähnten beiden extremen Richtungen im orthodoxen Lager ein, nämlich zwischen der unbedingten Annähme der Synthese von ת״ת עם ד״א und der unbedingten Verwerfung. Am aktuellsten spiegelte sich jene Stellungnahme der zur Orthodoxie sich zählenden Rabbiner in ihrem Verhalten zu der in damaliger Zeit beginnenden Benutzung der rein deutsehen Sprache in der Derascha (bis dahin wurde nur im Jargon gepredigt) auch seitens jüngerer orthodoxer Rabbiner, und in ihrem Verhalten zu der Jeschibah Hildesheimers in Eisenstadt. In der Einführung der reindeutschen Sprache bei der Derascha sahen die extremen Bildungsfeinde im orthodoxen Lager nicht mit Unrecht eine bedeutende Annäherung an die Synthese von יתורה עם ד״א Und so ist der beispiellos heftige Ton, womit R. Hillel Lichtenfeld in seinem ׳שר״ת בית הלל Nr. 34 und 35, wie auch der Verfasser des לב העברי über die Benutzung der reindeutschen Sprache in der Derascha seitens orthodoxer Rabbiner sich äußern, leicht zu begreifen. Hingegen lautet schon viel milder die Beurteilung dieses Deliktes seitens eines anderen hervorragenden Rabbiners, eines Schülers des Chatam Sofer, nämlich des R. Elieser L. Neusatz, Vfr. des berühmten rabbinischen Werkes ׳בציר אליעזר in dessen religions-philosophischer und homiletischer Schrift מי מנוחות S. 13, 6 u. f. Er fordert wohl strengstens, daß man den schlichten Juden auf dem Lande weiterhin in dem von ihnen gesprochenen und verstandenen jüdisch-deutschen Jargon, nicht aber in einer von ihnen gar nicht oder nur halb verstandenen reindeutschen Sprache predigen solle, aber in bezug auf die großen Städte macht er Kon- Zessionen: אולי בערי הממלכות קריות עליזית׳ אשר יושביהן מלאים חכמות