Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1928)
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 287 (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Fall Waremme—Warschauer. 287 Sehr anschaulich ist auch zur Darstellung der buntscheckig zusammengewürfelten Menge in der Thora (Num. 11, 4) die Bildung אספסף, vielleicht noch mit einem verächtlichen Unter׳- ton, was ebenso anschaulich vom Targum durch ערברב wiedergegeben wird. Gebräuchlichere Silbenverdoppelungen tragen nicht mehr den reinen Charakter der Wortneubildungen: öfters (Daniel) התמרמר sich erbittern. Der eifrige Tanz Davids vor der Bundeslade wird wiedergegeben durch 2) מכרכר. Sam. 6, 14). חלקלקה ist die schlüpfrige glatte List, von חלק glatt (3x). קיקלון ,,Sch-schande“ (wie wir auch sprechen) große Schande über diese Herrlichkeit! (Hab. 2, 16) — deutet die letzten Ausläufer dieser Silbenverdoppelungstendenz an: die Iteration von offenen Silben, also Einzelkonsonanten. An einzelnen der gebrachten Beispiele erkennt man, daß es sich nicht mehr um Iterierungen nur aus der Absicht handelt, die Schilderung zu verstärken, sondern daß bereits die Wiederholung oder Fortdauer einer Erscheinung durch die Iteration zum Ausdruck gebracht werden soll. Hiermit sind die Beziehungen zur nächsten Gruppe gegeben. (Schluß folgt.) Der Fall Waremme—Warschauer. Anmerkungen zu Wassermanns Roman: ״Der Fall Maurizius“. Von Dr. Armin Blau, Hamburg. Dem Menschengestalter Jacob Wassermann ist es niemals um Erzählungskunst und Unterhaltungsbedürfnis gegangen, er ist stets in allen seinen großen und kleinsten Werken Künder einer Idee, eines Menschheitsproblems, Bildner einer Epoche, mit dem, was diese zutiefst bewegt. Er ist vielleicht der verantwortungsbewußteste, grüblerischste und abgrund-