Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1928)
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 286 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Isaiah 1× ep/1005097
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286 Ueber die sprachl. Wiederholung im Biblisch-Hebräischen. Der Geschichtspsalm 68 malt die überstürzte Flucht feindlieber Könige:מלכי צבאות ידדון ידדון (V. 13.) סובב סבב (Pred. 1, 6) — umkreisend umkreisend (geht der Wind um den Erdball) zur Illustration der Unerschöpflichkeit des Naturgeschehens. Die unersättliche Menschengier der Unterwelt wird dargestellt durch die Steigerung הב הב (Spr. 30, 15) — gib gib. Besonders zahlreich sind die Silbenverdoppelungen als Ausdruck für die Verstärkung eines Berichtes; (teilweise handelt es sich hier um spontane Wortneubildungen). In der prophetischen Rede: Hosea stellt (8, 13) die Fülle der Opfergaben seitens falscher Frommer dar durch die Iteration: hab-habaj, eine ,,Bringbringe“. Die tiefen Erschütterungen der Naturschöpfungen über die menschliche Schlechtigkeit beschreibt: התקלקלו (von קל) sie tun sich leicht leicht — sie haben ihre Festigkeit verloren. (Jer. 4, 24.) ,,Ein sehr schönes Kalb עגלה לפה־פיה (Jer. 46, 20) als Bezeichnung für Aegypten gibt treffender als lange Schilderungen die Ironie des Propheten wieder. Auch Jesaja charakterisiert den Geist desselben Landes mit der Doppelbildung: ״ רוח עועיםIrrirrung“ (Jes. 19, 14). Besonders dürre Zeiten heißen: צחצחות (Jes. 58, 11) von ־־־ צח• verdorrt (vielleicht auch: er sättigt deine Seele mit Klarheit). Ebenso in den Hagiographen: In seiner klassischen Schilderung der Altersbeschwerden malt der Prediger (12, 5) den Angstzustand des Greises durch die Neubildung: חתחתים — Schreckschrecke sind auf dem Wege (von חתת erschrocken sein.) In den Sprüchen (21, 8): הפכפך vielfach (oder: sehr) gewunden ist der Weg des Schlechten, von הפך — umwenden (vielleicht mit ablehnendem Beiklang). Einmalig (Spr. 26, 18) מתלהלה tobend. Der völlig nackte Mensch wird: ערער genannt (Ps. 102, 18) von ער•