Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1928)
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 282 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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282 Ueber die sprachl. Wiederholung im Biblisch-Hebräischen. doch, komm doch, o Sulamith, komm doch, komm doch, laß dich sehn!“ (שובי שובי)• Nominalverdoppelungen finden sich als Ausdruck der Intensivierung des Zieles der Aufforderung, so in dem Befehl: צדק צדק תרדוף (Deut. 16, 20) — der Gerechtigkeit, der Gerechtigkeit sollst du nachstreben. Oder die abzulehnende Uebung erfährt eine Steigerung, wie in der Mahnung des Liedes der Hanna: 1) גבוהה גבוהה. Sam. 2, 3) — redet nicht soviel Hochmütiges Hochmütiges! Das begehrte Ziel des eigenen Wunsches wird intensiviert in Esaus Gier: Laß mich doch schlürfen von dem Roten, dem Roten da. (Gen. 25, 30). Auch die anzuredende Person, von der man die Erfüllung erwartet, wird iteriert. Jesaja beginnt eine Drohrede mit den Worten: הוי אריאל 1 ,29) אריאל) wehe Tempel, Tempel. Jeremia will sich gar durch eine dreifache Anrede Gehör verschaffen: (22, 29) Land, Land, Land, höre das Wort des Herrn! Auch für die wiederholten Anrufe, mit denen die Kinder Erwachsene bedenken, zumal wenn sie sie necken wollen, liefert die Bibel ein klassisches Beispiel (2. Kön. 2, 23): ״Als der Prophet Elischa nach Beth-El aufstieg, da liefen kleine Knaben aus der Stadt, machten sich über ihn lustig und riefen ihm zu: עלה קרח עלה קרח — komm herauf Glatzkopf, komm herauf Glatzkopf!“ Auch Wortgruppen werden iteriert, Jesaja ruft :התאזרו וחתו התאזרו וחתו (Jes. 8, 9) — gürtet euch fest und zittert doch, gürtet euch fest und zittert doch! Manchmal werden Silbenverdoppelungen angewandt, um einen Befehl zu verstärken, so: סלסלה (Spr. 4, 8) Hoch, hoch halte sie (die Lehre) von סלל• § 9. c) Es wird iteriert, wenn die Zuverlässigkeit einer Absicht oder die Sicherheit einer prophetischen Zukunftsverkündung zum Ausdruck gebracht werden soll.