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Jeschurun · 1928-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1928) · p. Seite 274

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1928)
Date
1928-05-01
Page
Seite 274 (sequence 30)
Language
German
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274 Ueber die sprachl. Wiederholung im Biblisch-Hebräischen. scheint, wie auch schon das außerordentlich seltene oft sogar einmalige Vorkommen der Einzelbildung in der Bibel zeigt, dürfen sie als echte Wortneubildungen angesehen werden. I b n E s r a (zu Ps. 45,3) freilich sieht in den ktaltal-Forra&n den Ausdruck der Verkleinerung, in den -Bildungen die Vergrößerung, scheint also alle derartigen Worte für sprachgebräuchliche oder zum mindesten sprachgesetzliche Erscheinungen zu halten; die psychologische Erklärungsweise ist jedoch auch hier unbenommen, daß selbst die Wortneubildung einen ihr ädaquaten, also schon vorgeschaffenen Weg gehe. Schließlich sind alle rein intellektuellen Charakter tragenden Doppelungen nicht als beweiskräftig zu erklären. Hierher gehört die Verdoppelung der Verbalform durch den Infinitiv in der Gesetzesrede (vgl. ׳(אילת השחר סי׳ ל״ח ול״ט der ein besonderer Sinn innewohnt, sowie Verdoppelungen für gesetzesverpflichtete Personen oder Zeiten (איש איש.יום יום) soweit diese לרבוי ולכללות Bedeutung haben. Doch ist auch hierüber die Meinung geteilt. So erklärt R. Ismael, Sohn des R. Jochanan, S. d. Beroka, eine Wiederholung איש איש (Lev. 15, 2) nur als übliche Sprachwendung (דברה תורד. כלשון בני אדם) (Niddah 32 b sowie Sifra z. St.). Änzureihen ist hier auch die Intensivierung bei der Weihung der Leviten (Num. 3, 9 und 8, 16) Geweihte, Geweihte [seien Mir die Leviten], sowie die allseitige Geltung ausdrückende Doppelung, mit der die als ehebrüchig angeschuldigte Frau der Anrufung des Gottesgerichtes zustimmen muß: אמן אמן (Num. 5, 22) — es sei wahr, es sei wahr: . . . אמן מאיש זה אמן מאיש אחר• Endlich tragen auch einzelne Doppelungen nach der offiziellen Deutung des Satzzusammenhangs mehr intellektuellen Charakter: So der Unrein-Unrein-Ruf des Aussätzigen (Lev. 13, 45), denn die Wortwiederholung ist hier nur der Ausdruck für die Wiederholung des Rufes selbst (nach Malbim ist das eine טמא hier als Subjekt aufzufassen). So ferner vielleicht auch die dreifache Wiederholung des היכל ה׳ (Jer. 7, 4); vgl. auch hier Malbim. So schließlich aus Stil-Gründen zustandegekom-

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