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Jeschurun · 1928-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1928) · p. Seite 247

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1928)
Date
1928-05-01
Page
Seite 247 (sequence 3)
Language
German
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Das Leid der Tiere. 247 mehr im Gesang vervollkommnen. Die Qualen, denen die Tiere bei der Dressur ausgesetzt sind. Beim ״Dachsschliefen“ wird in einen künstlichen Fuchsbau ein Fuchs getrieben und dann ein Hund hineingehetzt. Die Tiere verbeißen sich und zerfleischen einander. Ist der Fuchs dann noch kampffähig, wird er wieder hineingebracht, bis er durch einen Hund völlig zerfleischt ist. In ״Schliefklubs“ wird dies ״Vergnügen“ gepflegt und dauert oft einen ganzen Tag. An die Stiergefechte und Hahnenkämpfe sei nur erinnert. Das Martyrium des Pferdes, eines der stolzesten und schönsten aller Lebewesen ist bekannt. Oft genug zu früh eingespannt, muß es sein Futter in ununterbrochener Arbeit verdienen, von rohen Besitzern brutal behandelt, gibt es im Älter seine letzten Kräfte in Änstrengungen her, denen es nicht gewachsen ist, und stirbt in den Sielen. Die Greuel, die sich bei Vivisektionen abspielen, sind in der Tierschutzliteratur genügsam geschildert und mag auch manches Berechtigte von wissenschaftlicher Seite gegen die Angriffe geltend gemacht worden sein, es bleibt soviel Material noch übrig von dem, was hier in zweckloser und überflüssiger Weise an Grausamkeiten verübt wird, daß unser ganzes Innere sich dagegen aufbäumt. Oft zitiert ist Magnus Schwantje ״Gründe gegen die Vivisektion“. Er schildert, wie laut den eigenen Berichten der Vivisektoren zahlreiche lebende, unbetäubte Tiere auf geschlitzt, zersägt, verbrüht, mit Terpentin und anderen Flüssigkeiten übergossen und angezündet werden, wie ihnen das Gehirn schichtenweise abgetragen, mit glühendem Eisen versengt oder mit kochendem Wasser ausgespült wird. In eigenen Feueröfen werden die Tiere langsam durch Hitze getötet. Die qualvollsten Vergiftungskrankheiten werden ihnen beigebracht, sie verrenken und brechen ihnen die Glieder. Und ebenso oft zitiert ist die Schilderung einetfs der bekanntesten Vivisektoren, des berühmten französischen Physiologen Claude Bernard (aus dem vorigen Jahrhundert) über die Wirkung der Curare, das keine Betäubung hervorruft, sondern dem Tiere als Lähmungsmittel eingespritzt wird. ״Kann man

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