Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- Seite 242 (sequence 125)
- Language
- German
- Belongs to
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242 Büch erb espr echungen Dienste sind, die sie uns leisten. Wir sehen auf Erden unendlich Vieles und unendlich Grosses. Aber es bleibt uns fern wie das Kreisen der Weltgestirne. So gilt für alles das jesajanische Wort ״ שאו מדום עידכס וראו מי ברא אלהSobald ihr zur Höhe eure Augen erhebt, müsst ihr erkenneu, wer all dies geschaffen.״ Es ist Gott, der den Himmelskörpern ihre Bahn weist und auch unsere Tätigkeit lenkt, in dessen Hand wir alle Werkzeug sind, um das Endziel zu schmieden. Alles ist so natürlich und alles so wunderbar. Das Wunderbare kleidet sich eben in der Regel in die von dem Menschen als gewöhnlich wahrgenommene Form und wird nur in Momenten eines Höhepunkts als etwas Ausserordentliches empfunden. Bunge, der gelehrte Physiologe nennt als der Wunder grösstes die Milch. Dem tiefer blickenden offenbart sich das Wunderbare im Alltäglichsten. Dass Wunder über Wunder auf allen Gebieten und in den verschiedensten Formen zum Ausdruck kommen, sieht aber jeder, der nicht mit Blindheit geschlagen ist. Je tiefer wir forschen, um so klarer müssen wir erkennen, dass der Schöpfer des Weltalls an jedem Tage neu uns Seine Welt erstehen lässt. Haben wir nur Augen zu sehen, Ohren zu hören, ein Herz zu fühlen, dann erfüllt uns der Welten Harmonie, wir erkennen unsren Geist als Gottesfunken, begreifen uns als Stück der Gotteschöpfung und erkennen als unsere Aufgabe, uns nach Seinem geoffenbarten Willen zu richten. Bücherbesprechungen. William Waldemar Petersers: Bas Tier im Alten Testament, ein Beitrag zur modernen Tierschutzfrage. J. Kanffmann-Verlag, Frankfort a/M. 83 S Eine an sich sehr gut gemeinte Abhandlung, die wir, da sie von nichtjüdischer Seite ausgeht, mit ganz besonderer Freude begrüssen müssten. Wenn auch die ersten Grössen, ja alle Welt aut oritäfen auf dem Gebiete der Physiologie für uns eintreten und ihre Gutachten dafür abgeben, dass von einer Tierquälerei beim Schachten nicht die Rede sein kann, so haben wir doch gerade bei den Tierärzten mit unbegreiflichen Widerständen immer za .achnen. Sie erklären sich daraus, dass diesen zumeist die umfassende und tief eindringende Kenntnis der physiologischen Gesetze abgeht und sie aus