Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- Seite 224 (sequence 107)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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224 Eine Leuchte der Bibelexegese usvr. ohne •weiteres absorbiert, wobei dann eine Vermengung des tierischen mit dem menschlichen Blute stattfindet, und so die Natur, oder die seelischen Kräfte des Menschen tierisch beeinflusst“. Heisst es doch dort: בי הדם הוא הנפש. Und die Seele 8011 dem Juden in der höchsten Vollendung erhalten bleiben. Die Anordnung der Thora, dass bei Freilassung des jüdischen Sklaven, die ihm von seinem Herrn zugeführte Frau samt ihren Kindern beim Herrn zu verbleiben haben (האשה וילדיה תהיה לאדניה והוא יצא בנסו, Ex. 18,1), erscheint uns in gewissem Sinne grausam. Ab. erklärt auch diese Verordnuug als gerecht. Der Sklave kann es darauf abgesehen haben durch seinen Herrn eine Frau zu bekommen, ohne die Brautgabe zu leisten. Deshalb sollen weder die so erhaltene, noch die Kinder, ihm auch weiterhin gehören. Spricht er aber ich liebe meine Frau und meine Kinder, und will deshalb weiter in der Sklaverei verbleiben, so soll er am Ohre mit einem Schandmal für alle Zeiten gebrandmarkt werden, was doch kein vernünftiger Mensch ertragen würde49. Er sieht in dieser Verordnung ein Vorbeugungsmittel gegen niedrige Gesinnung die auf den unlauteren Erwerb einer Frau abzielt. Gerade die Verordnungen der Thora in Bezug auf עבד עברי seien besonders human und fänden bei keiner heidnischen Gesetzgebung ihres Gleichen60. Der Erstgeborene erhält nach Ab. zwei Teile des Erbes weil er vom Vater am meisten geliebt wird. Er dokumentiert zuerst des Vaters Fortdauer und Kinderzeugungsfähigkeit. Ebenso anziehend sind seine Ausführungen bezüglich der Ehescheidung und des Levirats sowie vieler anderer Gebote und Verbote. Nachdem sich Ab. über die Institution der Ehe ausführlich ausgelassen, sucht er die Möglichkeit und die evtl. Notwendigkeit einer Ehescheidung zu beweisen. Er erwähnt dann die nicht- . . . ביו! שיחן לו אדוניו אשה מבלי שהוא יתן לה מוהר ומתן כמשפט הבנות (49 לא לו יהיה הזרע אשר תוליד ... ואם ירצה להתקיים עמהם יקנה בעבורם חרפה ובה מה •שלא יסבלהו שוס בעל שכל והוא הרציעה בבית דין להיותו עבד עולם היש במשפטי ער־ ג דמות הרחמנות הזה בענין העבדים אין ספק שביניהם מי שקנה (°* עבד קנה גופו עד יום מוחו ולא יהיו מזונות אשתו ובניו מוטלות על אדון העבד. אבל משפטי .ה׳ הם מיוסדים על הרחמים והטוב