Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- Seite 223 (sequence 106)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Eine Leuchte der Bibelexegese usw. 223 seine Frau werden könnte. Er würde ja sonst um ihre Hand werben. Aber diejenigen die sich vornehm halten, sobald ihnen eine hübsche Jungfrau aus dem Volke in den Weg tritt, versuchen sie mit allen Mitteln und Versprechungen zu verführen. Jene Jungfrau willigt ein, beim Gedanken, dass sie darauf die Frau eines vornehmen Mannes werden wird, während der Verführer nur an die Erfüllung seiner Lust denkt, um jene nachher ihrem Schicksale zu überlassen, und vor seinen Freunden mit seiner Heldentat zu prahlen. Deshalb ordnete die Thora an, dass er sie zur Frau nehme, obzwar sie nicht seines Standes ist und keine Mitgift besitzt58! Zu Lev. 11, wo die Vorschriften der מאכלות אסירות enthalten sind, bekämpft Ab. die Ansicht des Nachmanides, dass das Verbot des Genusses verschiedener Speisen hygienisch zu begründen sei. Ab. weist darauf hin, dass all die Völker die all dies ja essen, physisch vielleicht sogar stärker als wir Juden sind. Seiner Ansicht nach geschah dies bloss mit Rücksicht auf die Einwirkung der verbotenen Speisen auf die seelischen Kräfte, besonders in ethischer Beziehung. — תן לי הנפש war und ist ja immer die Losung des jüdischen Volkes. Wohl will es auch die körperliche Gesundheit erhalten wissen, aber die seelische Reinheit ist für Israel das höchste zu erstrebende Gut. Unter den drei Gründen, die Ab. für das Verbot des Blutgenusses (Lev. 17,10 ff.) anführt, ist auch dieser: ״Weil während beim Genüsse anderer Speisen der Verdauungsprozess ein komplizierter ist, wobei verschiedene Stoffe ausgeschieden werden, ist der Vorgang beim Genuss des Blutes ein einfacherer, und zwar weil das Blut bereits als bereits gekochte und verdaute Materie aufgenommen wird. Somit wird das tierische Blut vom Menschen 58J Ex. 22,16 והתבונן יושר המשפט הזה בי על הרוב אין אדם מפתה נערה בתולה הראויה כפי כבודו להגשא לה כי אם היה כן היה שואל אותה לנשוא ין אבל הנכבדים בעיניהם בראותם את בנות האדם כי טובות הנה ויתאוו להן יפתו אותן לשכב עמהן וידרו להן נדרים לקחתם לנשים ובזה תתרצה הנערה הבתולה כדי להנשא לאיש נכבד והוא לא כן יחשוב ולבבו לא כן ידמה אלא למלאות בה תאוותיו ולעוזבה ולהתפאר עם זה אצל הבחורים; ע" כ צותה התורה מהוד ימהרגה לו לאשה אעפ״י שלא תהיה בת גילו; ואביה לא יתן לה נדוגיא כלל.