Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- Seite 217 (sequence 100)
- Language
- German
- Belongs to
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Eine Leuchte der Bibelexegese usw. 217 Ps. 148, 7, wo sogar Meer, Abgrund und Tod sprechend eingeführt werden, in dem Sinne, dass der Mensch aus den Vorgangen, die sich in ihnen vollziehen, den Ruhm Gottes vernimmt, als ob sie sprächen. Es lag Ab. nahe, gleich im ersten Teile des Pentateuchs seine philosophischen Auseinandersetzungen zu geben. Doch können wir über seine Stellungnahme zu den einzelnen Problemen nicht vollständig referieren. Das würde den Rahmen unserer Arbeit überschreiten88. Nur gewisse Andeutungen sollen gelegentlich hierüber gemacht werden. Trotzdem Ab. an der schriftgemässen Auffassung des Wunderbegriffes festhält, ihm den Charakter des Uebernatürlichen beliess39, bestrebt er sich doch alles Aussergewöhnliche in den Erzählungen der Thora nach Möglichkeit auf natürliche, physiologische und physikalische Weise zu deuten. So die Langlebigkeit der ersten Generationen, die Gottessöhne und Nefilim (Gen. 6 ff.), den Regenbogen (Gen. 9,13), die Verwandlung der Frau Lots in eine Salzsäule (Gen. 20, 26) u. a. m.89a Interressant ist seine Ansicht, dass Noah vielleicht nur deswegen einen Weinberg gepflanzt, weil es ihm seit der Sink* flut vor dem Wasser geekelt habe. Bei der Chronologie der Söhne Noah’s zitiert Ab. auafuhrlich die Ansicht der alten nichtjüdischen Historiker. Die Sünde des דור הפלגה sieht er in ihrem Bestreben statt der natürliehen Einheit der Menschheit durch Sprache und Sitte, eine künstliche — die Bildung eines Staatswesens — zu errichten40. 38) YgL hierüber die ausführliche Darstellung Guttmanns a. a. 0. S. 48 ff. ") Ygl. seine Ausführungen zu Jos. 10,12. 39 a) YgL besonders seine Ausführungen zu Ex. 20,18: וכל העם רואים את הקולות ואת הלפידי, wo er das ״Sehen“ auf die ״Flammen“ bezieht, und את 2T0r הקולות gleich ״ עםmit“ übersetzt וכל העם רואים עם הקולות את הלפידים כי בבחיבת הלפידים אסר רואים. 40) Gen. 11. Vorwort: וכן היה חמאת דור הפלגה . . . ויבקשו לשלוח יד ולשים כל מחשבותם למצוא המלאכות בבנות עיר כדי להתחבר שם ולעשות עצמם מדיניים.. הם היו קודם לזה גוי אחד בארץ באחדות מבעי מצד היות שפה אחת ומנהג אחד מבעי לכולם ולא נחה דעתם בס ובקשו לעשות חברה ואחדות מלאמתיי בקבוץ המדינה ודברים מלאכותיים שולל מהם האחדות הטבעי שהיה להם מקודם . . .. 7