Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- Seite 200 (sequence 83)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2292929-2293057-2293060--09712-2303002- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
200, Die jttdische Geschichtsschreibung׳ im Mittelalter Ausnahme von R. Chisda — nach einander Rektoren in Nehardea waren. Die Bemerkungen im dritten Abriss, R. Jochanan habe ein Alter von 4C0 Jahren, Rab eines von 300 Jahren erreicht, sind * ohne geschichtlichen Wert; vielleicht beruhen sie nur auf alten Schreibfehlern 46. Betreffs des Ursprungs des STA. meint Abraham Epstein 47, dass er wohl auf Suranische Ueberlieferung zurückgeht. Epsteins Argumente sind: 1. Sämtliche Suraner Amoraim nach Rab Aschi werden angeführt, aber nur ein einziger Pumbeditaner, Rab Sama48, und dieser nur gelegentlich wegen der Verfolgungen, die zu seiner Zeit stattfanden. 2. Der Verfasser von STA. lässt die Saboraimperiode in die islamische Zeit hineinreichen. Hierbei folge er der Suranischen Auffassung, wie sie sich bei R. Abr. b. David im Sefer Hakabbala und in der Einleitung des R. Samuel Hanagid finde, dass die Periode der Saboraim bis 689 dauerte, während der Pumbeditaner R. Scherira sie nur bis 589 rechnet. 3. Die Angabe des STA. dass Rab i. J. 530 sei. (= 219) nach Babylonien zog, sei Suranische Ueberlieferung, da Rab in diesem Jahre nach Sura kam, während man in Pumbedita annahm, dass Rab im J. 500 sei. (= 189) sich in Babylonien niederliess. Die Angabe des Jahres 530 bei R. Scherira beruhe auf einem Schreibfehler. 4. In STA. finden sich Uebereinstimmungen mit den Hal&chot Gedolot, die in Sura entstanden sind. Zu diesen Argumenten kommt noch, dass — wie Ginsberg49 festgestellt hat — ein Abschnitt des methodologischen Teiles sich auch in einem Responsum des Suraner Gaon R. Amram findet. Es ist dies um so beachtenswerter, als das im Anfang «) S. a. Gräte IV, Note 1; Hai., Dor. Har. II, 299 f. *־) Harkavy’s Festschrift, hebr. Abt., S. 166 f. 48) R. Chama bareh de Raba; vgl. Anm. 13 und 43. «) Geonica II, S. 307; 328,9-829,16 gleicht Asulai §26 Grossberg, S. 83—86.