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Jeschurun · 1928-03-01 · Heft 3-4 (März 1928) · p. Seite 151

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 3-4 (März 1928)
Date
1928-03-01
Page
Seite 151 (sequence 31)
Language
German
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Der Gottesdienst usw. 151 Welle lagen stumm da, das Universum hielt den Atem an, nur Gottes Onauchi allein durchtönte allgewaltig die Lüfte. In einer Zeit, wo die Kunst des Sprechens eine aussergewöhnliche Berücksichtigung und Förderung erfahren hat, wo alle Universitäten Lektoren und Uebungen für Sprechkunst und Ausdrucksmittel des Vortrags eingeführt haben, wo von der Volksschule anhebend der gesamte Jugendunterricht eine Erneuung und Herausbildung der Sprechfähigkeit sich zur Aufgabe gesetzt hat, sollte da nicht auch die Kultur des Toravortrags als heilige Gewissenspflicht wieder uns ans Herz gelegt werden? Nachwort. Wir brechen ab, nicht als ob wir zu Ende gesprochen hätten, sondern weil wir im Bewusstsein unserer Grenzen nur die Probleme berühren, nicht lösen wollen. Wir möchten bewirken, dass im Kreise der Rabbinen die Fragen erneut aufgeworfen und unter dem Leitstern der Halacha kritisch, sachlich, furchtlos besprochen werden. Wir möchten unsren Kantoren die Anregung geben, über eingewurzelte Vorurteile hinweg ihre hohe Aufgabe zur Ehre unsres Gottes, zur Ehre unsrer Synagogen, zur wahren Vertiefung des religiösen Gefühls sich klar und bewusst zu machen. Wir möchten unsre Gemeinden aufrufen, mit ihren Rabbinen sich zu beraten, ob die Synagoge in ihrer Gegenwartsgestalt das Ideal Israels verwirklicht oder nicht. Nur ein Zusammenwirken Aller kann eine Gesundung unsrer Verhältnisse herbeiftthren. Schon darin spricht sich der unerquickliche Zustand von heutzutage aus, dass der Gottesdienst gegen dieForderung desDinviel zu lang dauert], keiner aber will verzichten; der Rabbiner will sich nicht zu kurzer, gedrängter Predigt verstehen; der Vorbeter und Chorführer glauben keine Minute ihrer oft widersinnig in die Länge gezogenen Melodien opfern zu können; die Gemeinde, der Sabbath und Feiertag verkürzt wird, der selten eine freie Stunde zum Toralemen übrig bleibt, findet in ihrer Vertretung selten solch weitblickende Männer, die die Ehre des Bes Hak-

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