Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 117)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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1 Bücherbesprechungen 117 dieses Register zu diesem Entschlüsse angeregt haben sollte, «0 wäre die ausserordentliche Mühe seiner Herstellung nicht vergeblich aufgewendet worden191. Bücherbesprechungen. Handbuch der Philosophie herausgegeben ▼on A. Baamler nnd M. Schröter. 1. Lieferung: Ethik des Altertums von E. Howald. 11. Lieferung: Ethik des Mittelalters von A. Dempf. 8/9 Lieferung: Ethik der Neuzeit von Th. Litt. R. Oldenbourg Verlag München und Berlin 1926/27. Moderne Wissenschaftsgebiete sind heute dermassen vielgestaltig, dass Handbücher mehreren Qelehrten zur Herausgabe übertragen werden. Eine aolehe Arbeitsteilung hat jedoch Bedenken, wenn es sich nicht um ein 8dlgemeines, nach Zeitabschnitten grösseren Stils teilbares Gebiet handelt, sondern um einen Stoff, der eine gewisse, eindeutig vorher zu bestimmende Grund- Einstellung voraussetzt. Ein solches Gebiet ist die Ethik. Wenn auch nicht eine Einleitung mit klaren Definitionen nnd Grandbegriffen geboten werden kann, so möchte man doch eine Orientierung über die Hanptbegriffe, ob sie für alle Mitarbeiter oder nur für einen bindend sind, nicht missen, da, wie wir annehmen, die Bewältigung der ganzen Arbeit von seiten eines einzelnen non einmal unmöglich war. How&ld lehnt die Darstellung der ״äusseren Ethik“ als einer Schilderung der sich wandelnden Anschauungen über die Pflichten der Menschen gegeneinander — als Aufgabe der Kulturgeschichte für «eine Arbeit ab. Er beschränkt sich auf die T r i e b e t h i k, die den Ausgleich persönlich-seelischer Unstimmigkeiten zum Gegenstand habe. Das ist nun nicht etwa ein systematischer Gesichtspunkt, der ihm nnr für die Behandlung der Ethik des Altertums wichtig erschien, sondern eine Grund• haltung, wie seine Ausführungen klar zeigen (besonders S 6). Diese Ein- Stellung teüen Dempf und lütt keineswegs. Dempf betont ferner, dies Handhuch sei eine Verbindung systematischer nnd historischer Darstellung, nnd Litt weist in seiner Einleitung auf die Gegensätzlichkeit dieser Gesichtspunkte hin. Nnr eine Illastration der Schwierigkeiten, die allen solchen Handbüchern zu eigen sind. Deswegen muss der Versuch am so mehr anerkannt werden. Die klare Scheidnng des Prinzipiellen von dem belegenden Detail, die Quellenangaben, die nur das Wesentliche bringen, vermitteln in der Tat eine gute U ebersicht. Auch ist die Darstellungsweise nicht hindernisreich. Am angenehmsten wirkt wohl der Stil Theodor Litts. 191) Schon im Jahre 1849 forderte Jost Litbl. des Orient X S. 509 ״eine kritische Ausgabe der Scha’are Zedek, die gewiss wünschenswert wäre; hierzu bietet dieser erste Teü der Luz.’schen Hs. gewiss einen grossen Nutzen und auch in Bezug auf die gaonäischen Persönlichkeiten in den rerstümmelten Aufschriften der Gutachten in Scha'are Zedek, wie auch in Bezug auf die grosse G. A.-Zahl, für die man in S. Z. keinen Verfasser ermitteln kann, würde die Hs., die gewiss auch in einigen Punkten korrekter ist, grosses Licht verbreiten“.