Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 113 (sequence 113)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Die Komposition der Sammlungen usw. 11$ Sammler hatte ihn, wenn er mehrere desselben Verfassers brachte, das erste Mal genannt185. Daher ist er einigermassen zuverscheint sie die allgemein übliche gewesen zu sein, wie auch der Grammatiker S&lomon b. Parchon in seinem מחברת הערוך die Mahnung (s. Lew. S. LIY) ausspricht, sie zu vermeiden. Sie erhielt sich daher unabhängig von der arabischen Literatur, die diese Yokalbezeichnung nicht kennt (gegen Lew. S. LIV). — Aach die Schlüsse, die Lewin (S. LVIII) aus der Mitteilung des Werkes יחלון£ מנהגים in Müllers Zusammenstellung S. 26, ableiten will, können kaum anerkannt werden. Dort nämlich wird berichtet, dass die in einem גט gebrauchten Worte דיתהויין und דיתצביץ in Palästina mit drei, in Babylonien mit zwei Jod geschrieben wurden, woraus Lew. folgert, dass, da doch zwei Jod das grammatisch ]Richtige seien, das dritte eine Folge der Pieneschreibung wäre. Jedoch fragt es sich, ob diese Schreibung ein Spezifikum Babyloniens war, denn Lew. selbst zitiert (S. LVIII) ein Rsp. von B. Hai Gaon, aus dem hervorgeht, dass man in Babylonien auch die Schreibung mit drei Jod neben der mit zwei Jod kannte. Vor allem aber hat diese ״Piene- Schreibung“ einen anderen Grund, nämlich den, dass durch dieses dritte Jod eine Verwechslung mit der 3. pers. plur. fern, vermieden werden soll, so dass sie also den Sinn der Worte und nicht nur ihre Aussprache klarstellt, mithin auch in Palästina hatte Anwendung finden können (vgl. die von Lew. zitierte Erklärung Abraham Epsteins). — Wenn ferner unser Text des palästinensischen Talmuds weit mehr Plenes&hreibungen als der babylonische aufweist, so Hesse sich dieses daraus erklären, dass er viel seltener als jener kopiert worden ist, weshalb hier die ursprüngHch überall angewandte Schreibung beibehalten wurde. — Sicher ist es unrichtig, wenn L. die Ver- Wendung von ו (waw) für qamez in französischen und deutschen Handschriften mit einer Angleichung an die Wiedergabe des ״o“ im Französischen durch ״au* erklärt Abgesehen davon, dass die Debernahme einer solchen Eigenart, für die ein Zwang nicht vorlag, schon an sich recht unwahrscheinlich ist, umso mehr, da, wenn ״au“ für ״o“ gewählt wurde, dies auch als 0״“ empfänden wurde, 80 Hegt hier ein Anachronismus vor, da in der Zeit des 13. —15. Jhrh., aus denen die von ihm besprochenen Handschriften stammen, die Aussprache des ״au* noeh der Schreibung entsprach. Diese Transkription erklärt sich vielmehr leicht daraus, dass — s. Luzzatto, Keren Chemed VII, S. 37 und Gudemann, Gesch. d. Erziehungsw. 1 S. 38 Anm. 5 — die nordfranzösischen Juden die spanische Aussprache des Hebräischen (und nicht, wie L. annimmt, mit ״au“) hatten. Da diese nun 1 mit 0״“ wiedergab, ist Umschreibung des ״o“ mit ו nur natürlich. (Nach einer brieflichen Mitteilung Lewin’s beabsichtigt er, bei einer Neuauflage die Untersuchung über die Pieneschreibung umzuarbeiten; als Material hierzu mögen vorstehende Ausführungen dienen.) 185) Berücksichtigung fanden nur die Angaben (der verschiedenen Rezensionen) dieser Sammlung. Die Vermutung, dass sie die des R.J.T.E. sei 8