Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 77)
- Language
- German
- Belongs to
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- Elijah 1× ep/1004307
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Der Gottesdienst usw. 77 Religion — so sagt Genes. Rabba 70, 8 in feiner Anlehnung an die Geschichte Jakobs — auf dessen Oeffnung schwer lastend der Stein des Jezer Hora liegt, können nur alle Herden versammelt den Stein fortwälzen, um aus ihm die Wasser der Tora zu schöpfen. Wo zehn sich zum Studium der Lehre oder zum Gebet zusammensetzen, sagt die bekannte Mischna, weilt die Gottesherrlichkeit. Aber auch bei fünf, bei drei, bei zweien, ja bei einem einzigen. Aber wenn schon ein einzelner der Schechina teilhaftig ist, wozu die Mitteilung, dass sie bei mehreren nicht fehlt, warum diese merkwürdige Reihenfolge der Aufzählung in absteigender Linie? Das ist von tiefster Bedeutung. Wo ein Jude, einsam und auf sich selbst gewiesen, in stiller Andacht über dem Gottesbuche forscht, da ist Gott nahe und lässt ihn der höchsten Erleuchtung teilhaftig werden, wie Elija in der Wüste prophetisch Gott schaute. Wenn aber zwei Juden irgend wo zusammen sind, da kann die Schechina nur sich zeigen, wenn sie vereint sind. Und sind ihrer zehn, so weilt die Gottesherrlichkeit nur über dem Bunde der Zehn. Ist ganz Israel wie bei seiner Wanderung durch die Wüste vereint, so offenbart sich Gott nur über ihren Myriaden und Tausenden.מדד הכתוב ״ שאין השבעה שורה אלא באלפיים ורבבות מישראל (ספרי במדבר יי״א ל״ו). Hätte auch nur einer von Israel gefehlt, sagt Rabbi Schimon ben Jehuda in der Mechilta (des Rabbi Simon b. JochaiEd. Hoffm. S. 97), so hätte ihnen die Tora nicht gegeben werden können1). Wenn auch die Kraft unserer Gebetsveranstaltungen nicht bis zur Höhe des echten Schechinaerlebens führen kann, so gelten die Worte der Weisen doch unverändert weiter. Wo nur immer ein kleiner Kreis jüdischer Männer lebt, das sei allen jüdischen Kehillaus in ländlichen Bezirken gesagt, da kann in der Innigkeit und Schlichtheit ihres kleinen Gotteshauses das Gebet zu einem vollen religiösen Erlebnis werden. Wo aber in Grossgemeinden die Synagoge anklagend auf die t) Vergl. auch Ber. 6 a? die Deutung der Stufen des Schechinaerlebens.