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Jeschurun · 1928-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1928) · p. Seite 46

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1928)
Date
1928-01-01
Page
Seite 46 (sequence 46)
Language
German
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46 Die Vertreibung der Juden usw. In letzter Stunde kam die Regulierung der Bukowina damals nicht zustande, weil Josef II. erst die neugewonnene Provinz besichtigen und nachher Reformen durchfuhren wollte1), und so blieb auch die Lösung des Judenpunktes und mit ihm die ״Ab- Schaffung der neuen Juden״ vorläufig aus. Enzenberg konnte die Entscheidung des Kaisers vom 21. 4. 1780, die Durchführung der Verwaltungs-Reform in der Bukowina bis auf weiteres aufzuschieben, nicht verschmerzen. So bemühte er sich das Judenproblem als selbständige Frage zu behandeln und der von ihm gewünschten Lösung zum Siege zu verhelfen. Vorerst versuchte er im Vereine mit dem General-Oberkommandanten von Galizien FML Freiherr von Schröder, den Nachweis zu erbringen, dass die ״Regulierung und Verminderung der Judenschaft in keinem wesentlichen Zusammenhänge mit der Systemisierung der Bukowina stehe״, sondern eigentlich die Vorarbeit dazu bilde. Viele ״Hindernisse“ würden dadurch aus dem Wege geschafft, ״da längere Beibehaltung der Juden vielmehr der guten Ordnung, dem Staate und dem gemeinen Wesen von Tag zu Tag schädlicher wird“ 2 3 * * * *). Ebenso liess er einige Monate später, den Bukowiner Bojaren Basilius Balseh in einer Denkschrift vom 15. Nov. 1780 an den Hofkriegsrat wegen Beibehaltung der militärischen Verwaltungsform im Bukowiner Distrikte in Bezug auf die Juden die gleichen von ihm inspivierten Ansichten äussern. Das soBte dann die Stimme und der Wille des Landes und seiner Bewohner sein, denn Balseh hatte sich als ״Abgesandter der Bukowinaer Stände״ erklärt8). נ) Josef II Handschreiben an HKR Präsidenten FM Hadik y. 21.4 1780 bei Zieglaner a. a. 0 II S. 42; Polek J. II Reisen 16. 2) Polek, J. II. etc. S 110, Jahrb. d. Bak. Land-Mus. III S. 90 ff., FML Frh. v. Schröder. Gener Enzenberg, Oberkriegskommissar Joh. Wagmuth, Lemberg am 16. 6. 1780 als Anmerkung zum HKR-Protokoll v. 4. 4. 1780. 3) Ziegler a. a. 0. II. 60—69, Polek, J. II. etc. 16 und 85—87, Jahrb. d. Bnk. LandeS'Maseams III. Jahrg. 1895 S. 109—110. Dass Balseh das Sprachrohr und Organ Enzenbergs war, beweisen ein und derselbe Gedankengang zwischen Balsch’s Denkschrift v. 13. 11. 1780 und Ensenbergs Elaborat v. 29. 10. 1779. Als weiterer Umstand für die Annahme, dass Enzenberg den Bojaren Balseh hiermit beauftragt hat, spricht auch dass um diese

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