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Jeschurun · 1928-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1928) · p. Seite 36

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Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1928)
Date
1928-01-01
Page
Seite 36 (sequence 36)
Language
German
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86 Di© Vertreibung der Juden usw. Der Hofkriegsrat machte nunmehr, da die Bukowina endgültig österreichisch war, von seinen Plänen bezüglich der Juden mehr kein Hehl. Er entzog ihnen das Recht, von nun an Mühlen* Wirts- und Branntweinhäuser von neuem zu pachten und auch ihre alten Verträge sollten nur noch bis ״Georgi“ nächsten Jahres (Mai 1777) ihre Gültigkeit haben 1). Später wurde sogar das Geld-Vorstrecken zwischen den ״neuen Juden“ und den anderen Landeseinwohnern ״zur Hintanhaltung aller Verbindung“ verboten* damit einer etwaigen Abschaffung dieser ״eingeschlichenen Juden״ nichts im Wege stehen könnte 2 3 * * * *). Nach dieser Festsetzung der Rechtsunterschiede innerhalb der Judenheit, ging man dazu über, die Zahl der beiden Gruppen zu bestimmen. Danach sollten ein Drittel — 206 Familien — alte, und zwei Drittel — 444 Familien ־— neue Juden gewesen sein. Die Richtigkeit dieser Statistik zweifelte General Spleny selbst, der diese Judenzählung vorgenommen hatte, an 8). Nachdem nun die verschiedensten Vorbereitungen hinsichtlich der ״neuen Juden“ getroffen worden, deren Anzahl ״constatiert״* und ihre Verbindung mit den Landeseinwohnern hintan geh alten* hielt es der Hofkriegsrat für angemessen, schon das Werk der ״Abschaffung“ ernstlich in Erwägung ziehen. Er forderte daher vom Administrator Spleny das Gutachten ״ob und wie weit nicht den Tatsachen, dagegen sprechen die ausdrücklichen Verordnungen* die spätere Daten tragen, aber auch der Standpunkt des Hofkriegsrates (HER) bis zur Beendigung der Verhandlungen mit der Pforte und bis zur Festsetzung der Grenzen nichts anzuordnen, um diese nicht zu erschweren, (vgl. oben S. 84). *) Galizisches General* Kommando an Spleny 4. 8. 1776, Splenys Befehl Y0m 24. 12. 1776 an die Gemeinden der Bukowina und an die Gutsbesitzer, 2) HER Reskript vom 1. 3. 1777 und und v. 19. 4. 1777 an galizisches General-Kommando, an Spleny 15. 3. 1777 und 10. 5. 1777. 3) HER Reskript vom 21. 8. 1776 an Spleny zur Vornahme der Judenzählung und Feststellung der Zahl der ״neuen“ Juden; Spleny an galizisches General-Kommando am 29. 9. 1776 und 29. 12. 1776. FtöL. Siskoricz übersendet das Zählungsoperat an den HER 4. 1. 1777 Nr. 28; ebenso Polek a. a. 0. 2 darnach sollten gewesen sein — auf Angaben nicht auf Beweise: 206 Familien Y0r langen Jahren, 298 Familien während des Krieges, 146 Familien seit der österreichischen Besitznahme.

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