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Jeschurun · 1928-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1928) · p. Seite 33

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1928)
Date
1928-01-01
Page
Seite 33 (sequence 33)
Language
German
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Die Vertreibung der Juden usw. 33 Die Vertreibung־ der Juden aus der Bukowina. Von Dr. Samuel Josef Schulsolm. Nach dem russisch-türkischen Kriege 1769-74 besetzte Oesterreich die Bukowina. Mit dem Einzug des Oberkommandanten der österreichischen Okkupationstruppen, General Gabriel Freiherr von Spleny in Czernowitz am 31. 8. 1774 beginnt die österreichische Verwaltung und mit ihr die Militärherrscbaft in der Bukowina, die bis zur Einverleibung der Bukowina in die politische Verwaltung Galiziens währte. Die gesamte militärische und zivile Gewalt lag in den Händen eines Generals, der dem General-Oberkommando in Lemberg unterstellt war und dessen oberste Behörde der Hofkriegsrat in Wien war.1) Zum ersten Administrator der Bukowina wurde General Spleny, der Kommandierende der BesatzuDgstruppen, ernannt. Die intermistische Militärherrschaft bedeutet für die Juden in der Bukowina den plötzlichen Uebergang vom Freiheit zur Unterdrückung. Unter dem ersten Administrator, der grösstenteils den Status quo beibehalten und bloss Massnahmen für künftige Unterdrückungen getroffen, erging es ihnen nicht so schlimm, wenn auch schon einige Beschränkungen erfolgten. Unter dem zweiten jedoch, der ein grosser Judenfeind war und die vorbereiteten Massregeln in die Tat umsetzte, erlebten die Juden Bukowinas die schrecklichste Zeit während der gesamten Dauer des österreichischen Regiments. Als Spleny die Herr- Schaft in der Bukowina antrat, war diese Provinz rechtlich noch nicht in den Besitz Oesterreichs gelangt. Desshalb vermied es der Hof-Kriegsrat in Wien, jedwede Reform in der Bukowina durchzuführen, und es unterblieb daher auch eine Lösung der ג) Hauptmann Mieg an Vorgesetzte Behörde in Lemberg, datiert von Czernowitz 1. 9. 1774 bei Werenka, Bukowina Entstehen und Aufblühen S. 25,120; Bidermann Bukowina unter österr. Verwaltung 1765—1875 S. 6.

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