Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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32 Eine Le achte der Bibelexegese usw. wie er ja auch kein eigenes System aufgestellt hat, aber dennoch so philosophisch geschult ist, soviel Verständnis für die Probleme zeigt, dass die diesbezüglichen Partien seiner Exegese von Interesse sind, und dass seine Ausfälle nicht aus Intoleranz und Unkenntnis herrühren. Wie in seinen anderen Schriften, so auch in seinen Kommentaren gewahren wir die grosse Liebe Abarbanels zum jüdischen Volke, von dessen Hoffnungen er beseelt ist und an dessen grosse, verheissene Zukunft zur Zeit des Messias er nicht nur glaubt, sondern in der er auch Trost und Stärkung findet. Daher kränkt ihn tief, wenn jüdische Erklärer gewisse prophetische Heil- Verkündigungen auf die Zeit des zweiten Tempels und nicht auf die des Messias beziehen23. Sein stark ausgeprägter religiöser Standpunkt brachte ihn in scharfe oppositionelle Stellung den Rationalisten gegenüber auch bei der Behandlung anderer wichtiger Probleme, von denen später im Einzelnen noch die Rede sein wird. Die katastrophale Lage und die seelische Verfassung seiner Glaubensbrüder zu jener Zeit gab seiner schriftstellerischen Tätigkeit die Richtung: durch eine gesunde, methodische und sinngemässe, auf Glauben und Tradition sich aufbauende Exegese das Gotteswort der heiligen Schrift in Israel zu verlebendigen. Zu diesem Zweck schöpfte er aus allen ihm zugänglichen Quellen, nahm zu allen Fragen Stellung. Merkwürdig bleibt die Tatsache, dass Ab. die um seine Zeit bereits weit und breit gepflegte Kabbala nicht in den Kreis seiner Studien einbezog, ja er bekennt, trotzdem er den Sohar einige Mal zitiert (bes. zu Gn.) öfters, dass er mit den Lehren dieser Wissenschaft so gut wie gar nicht vertraut sei24. (Fortsetzung folgt) 23l Ygl. z. B. seine Ausführung zu den Erklärungen Raschis und Ibn Esras zu Zach. 9,12: גם רש״י אשר..אמרנו בצלו נחיה בפירושים מרשה על עניני בית שני ... ותמהתי מהרב השלם הזה איך נפל בדעת הזר הזה . . . סוף דבר שדעת הרב נם הוא בפירוש הפרשה הזאת לא יתכן כפי פשט הפכוקים. ואמנם הרב ר׳ אברהם בן עזרא כבר הודעתיך שהפי־שה כולה וגס בל הנבואות יפרש עי בית שבי באייו לא יאמין לתשועת ה, וגאולתו העתידה . . . Besonders scharf äussert er sich über letzteren zu Zach. 10, 3 gelegentlich einer ähnlichen Deutung. 24) Vgl. Gn 3,1: ואין כונתי להאריך בדברים, כי לא למדתי חכמת הקבלה ודעת קדושים לא אדע. Dt. 4,19: והגה ראיתי מחכמי הקבלה זצ״ל שהעמיקו הדברים בשם מזל ופרשוהו על ספירה מן הספירות . . . ע״ב אמרתי אבי אל לבי אין לי׳ עסק בנסתרות ובדרכי הקבלה לא הלכתי והיא רחוקה ממני. Aehnlich in Einl. zu Ez. und מעייני הישועה מעיין י״א, תפר י,.