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Jeschurun · 1928-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1928) · p. Seite 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1928)
Date
1928-01-01
Page
Seite 28 (sequence 28)
Language
German
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28 Eine Leuchte der Bibelexegese usw. Zu ganz neuen Erklärungen kommt Abarbanel dadurch, dass er der Ausdrucksweise der Bibel besondere Aufmerksamkeit schenkt und einzelne Worte und Sätze besonders unterstreicht. So z. B. wenn er die schwierige Frage der Zeitbestimmung des Verbleibens unserer Vorfahren in Aegypten behandelt, sucht er die bekannte Schwierigkeit, die schon die Talmudweisen beschäftigte, durch eine geistreiche Bemerkung zu beseitigen, indem er das ״Fremdlinge werden deine Nachkommen sein, in einem Lande das nicht ihres, man wird sie knechten und bedrücken vierhundert Jahre“ (Gn. 15,14), drei aufeinanderfolgende Perioden ändeuten lässt, die zusammen vierhundert Jahre andauern sollten. Und zwar: 1) Die Periode des Weilens in der Fremde (י(גרות was bei Isaak und Jakob zutrifft, da sie in Kanaan als Fremde weilten indem das Land den Kanaaniterfürsten noch gehörte; 2) Die Periode der Hörigkeit (עבדות), das ist die Zeit des Verweilens der Stammväter in Aegypten, wo sie den Pharaonen hörig waren; 3) Die Zeit der Bedrückung (ענד), die nach dem Tode der Stammväter, mit der Geburt der Mirjam, einsetzte, und die ungefähr 86 Jahre anhielt. Zu Gn. 21,2 דאמי אברהם אנכי* אשבע bemerkt Abarbanel: Abraham wollte nur für seine Person schwören, nicht aber auch für seine Enkelkinder, von denen er doch sicher war, dass sie das Land in Besitz nehmen werden. Wie sollte er auch gegenüber dem, was ihm Gott zugesichert hatte, Stellung nehmen? Deshalb sprach er אנכי אשבע d. h. ich für mich schwöre, nicht aber auch für meine Nachkommen .. .15 Zu Ex. 24,11 ואל אצילי בני ישראל לא שלח ידו schreibt er: Zu den durch Weisheit und Vollkommenheit vom Volke Ab gesonderten hat der Ewige Seine Prophetie nicht gelangen lassen. Unter יד ist gleich 'יד ה in Ez. 3,22 ״die Prophetie“ za verstehen. שכתב הרד*ק אבל הוא מענין שברון כמו ושפו עצמותיו לא ראו שענינו נשברו וכתתו. Nu. 4,20 erklärte er מענין כסוי והעלמה בלע; Je8. 25,8 aber: ומלת ובלע אמשר למרשה מלשון גלוי וממנו אצלי כבלע את הקודש. Allerdings fügte er hinzu. ואם יקשה עליך למרש מלת בלע על גלוי תמרשהו מלשון השחתה כפשוטו. 1&) Vgl. auch ־Malbim zu Gn. 27,19 den Unterschied zwischen אני und אנכי, wo er bemerkt: (אנכי כא לדייק על עצמותו של המדבר (ולשלול נושא אחר Vgl. auch הכרמל von Josef Grünbaum S. 36.

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