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Jeschurun · 1927-11-01 · Heft 11-12 (November 1927) · p. Seite 705

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Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 11-12 (November 1927)
Date
1927-11-01
Page
Seite 705 (sequence 123)
Language
German
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Replik 705 nicht ״verschwiegen“. Nur deshalb bin ich hierauf nicht weiter eingegangen, weil es mir zu nebengeordneter Natur war, mir überdies schon implicite widerlegt schien. Aber da Ch Alb. darauf Gewicht legt, so will ich mich mit ihm beschäftigen. Was soll nun an diesem Momente ״entscheidend“ sein? Wenn daraus, dass Itt. anonym gebracht wird, zu schliessen wäre, dass ganz E. nur Exzerpt aus ihm ist, so könnte ebenso behauptet werden, dass ganz Itt. nur Exzerpt aus Alfasi ist. Denn, wie Alb. aus Maggid Misehne zitiert, hatte RJB. die Gepflogenheit, Zitate aus Alfasi (Alf.) anonym zu bringen1. Diese Feststellung will Alb. freilich unbegreiflicherweise für seine Theorie verwerten. Er fügt nämlich die an sich richtige Beobachtung hinzu, dass Ifct. nur dann seine Quelle (Alf) nenne, wenn es dieser Ansicht anderes hinzufügt oder entgegensetzt, wie dies auch bei E,, sowie bei Alf. der Fall sei. Diese lieber ein Stimmung in der Zitierungsmethode — so wird man Alb., der einen Kommentar unterlässt, auffassen müssen — sei daher ein weiterer Beweis dafür, dass E. sich an sein Yorbild (Itt.) derart eng anschliesst, dass alles was es bringt, aus diesem Vorbilde stammen muss. Dieser Schluss aber ist in keiner Weise zwingend. Muss denn ein Autor, der eine gewisse Eigenheit des Stiles eines anderen, und diese sogar sklavisch, nachahmt, auch den gesamten Inhalt seines Werkes diesem Autor verdanken? So weist Haiberst am in seiner Einleitung zu פירוש לס׳ יצירה (S. XYII) darauf hin, dass Itt. das Werk des RJB. anonym (unter der Bezeichnung: ״der“ Verfasser) bringe, fügt aber hinzu, dass sich hieraus nichts beweisen lasse, da es nur deshalb geschah, weil eben dieses Werk das einzige grosse Kompendium (nach Alf.) gewesen sei. Auch der Autor von E. betrachtete eben Alf. und Itt. als ״Standard works“, die man ausschreibt, ohne sie zu nennen, wie etwa den Talmud. Freilich, wenn er Zusätze beifügt oder andere Meinungen anfuhrt, muss er natürlich RJB. nennen2. Demnach kann also bezüglich E. nur gesagt werden, dass es ״Exzerpte aus Itt. enthält, aber nicht, das es ein solches ist“. Somit ist durch die Feststellung, dass Itt. von E. anonym zitiert wird, für die vollkommene Abhängigkeit des Werkes nichts erreicht. Ich bewies nun, dass E. noch andere Werke als Vorlage benutzt hat. Hätte nämlich E. die von ihm im Namen von Scheeltot, Isak ibn Giat u. a. mitgeteilten Ansichten nur aus Itt. kenneugelernt, so hätte es Entscheidüngen seines (einzigen) Quellen Werkes anonym gebracht. In Wirklichkeit leitet es in solchen Fällen die Aosicht des RJB. genau wie die der divergierenden Autoren mit וכתב ein. Warum nicht anonym; aus dem Wider- Spruche der anderen Autoren ginge doch schon deutlich hervor, dass die erste Ansicht von RJB. stammt? Wenn also dessen Autorschaft ausdrücklich hervorgehoben wird, so deshalb, weil offenbar E. mehrere Werke benutzte, darunter auch I:t, Alb. aber schreibt (S. 114): הנה הלשונות הללו מעידות r) Ein Beweis findet sich in Itt. S. 228 Nr. 168, ZI. 5 bis S. 230 Ende der Nr., das. woraut Schorr in seinem Kommentare nicht hinweist, eine wörtliche Wiedergabe von Alf, Hilchot Sabbat III Sp. 232 Mitte bis 236 (Ende des Abschnittes) ist. 2) Ch. Alb. hat seinen Vater offenbar nicht verstanden, wenn er glaubt, dieser meine, dass nur vor ״Zusätzen“, die mit אני הכותב ein geleitet werden, der Name des RJB. genannt werde. Diese Behauptung kann durch viele Stellen, z. B. durch die von mir zitierte Stelle in E. II S. 3, wo der Name steht, obwohl nur Ansichten anderer Autoren mitgeteilt werden (vgl. auch unten) widerlegt werden. Sein Vater sagt auch deutlieh (S 115), dass in den Fällen, wo zu den Ausführungen von Itt. Zusätze gemacht oder andere Ansichten zitiert werden, der Name des RJB. am Anfang stehe.

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