Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1927)
- Date
- 1927-11-01
- Page
- Seite 698 (sequence 116)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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698 Eine Erwiderung Eine Erwiderung. Von Chanocli Albeck. In Heft 9/10 dieses Jahrganges des Jeschuran (S. 588 f.) richtet E Hildesheimer einige heftige Angriffe gegen den Aufsatz מחוקקי יהודה meines Vaters Sn. Obwohl ich für meine Person derartige Angriffe keiner Antwort gewürdigt hätte, glaube ich es doch dem Andenken meines sei. Vaters schuldig zu sein, diese Angriffe zurückzuweisen. Da Hü. die Beweisführung meines Vaters teils missverstanden, teils boswillig entstellt hat, will ich immer zuerst die Gedankengänge der Beweisführung kurz wiedergeben und anschliessend die diesbezüglichen Einwände HiL’s unter־ suchen. Al. behauptet zunächst, dass der ״Eschkol״ nur einen Auszug aus ס, העתים darstellt. Beweis: eine Reihe von Autoren führen Stücke aus ,עת an, die sich anonym in Eschkol finden. Hier handelt es sich also nicht darum, dass der Vf. des Eschk. עת׳ anführt, wie er auch andere Werke zitieren würde, sondern dass er eben nicht angibt, dass das betreffende Stück aus ,עת stammt. Er er־ wähnt den Verf. von;עת nur dann, wenn er dessen Ausführungen eine Be־ merkung hinzufügen will. Oft entschuldigt er sich, dass er ,עת nicht »kopierte“ (העתיק), weil er nichts bei ihm fand, das nicht schon bei Alfasi zu finden wäre. Das beweist eben, dass Esch, nur ein Auszug aus עת׳ ist, weshalb es einer Entschuldigung bedurfte, dass an manchen Stellen die Auszüge unterlassen wurden. Es fiel aber dem Verf. des Esch, nie ein, sich zu entschuldigen, dass er ein anderes Werk nicht ״anführt״, wo vielleicht Neues zu finden wäre. Um aber die Sache ״von allen Seiten zu beleuchten* 1), werden noch 88 Redewendungen aufgeführt, die in beiden Werken Eschkol nnd ,עת gleich Vorkommen. Diese Nebensache, die natürlich an sich nicht von besonderer Bedeutung wäre, nachdem aber der Beweis für die Abhängigkeit des Esch, von עת׳ erbracht wurde, mit zur Erhärtung der These herangezogen werden konnte, wird von BiL (541) in einen Hauptbeweis umgewandelt und an erster Stelle behandelt. Was in aller Welt gab ihm das Hecht dazu? Der eigenliche Beweis Al’s wird von ihm dann (542) mit den Worten ״Eine weitere Beweisführung versucht Alb.* eingeleitet, und das entscheidende Moment, dass nämlich in Esch, die Stücke aus עת׳ anonym anzutreffen sind, verschwiegen. Hätte er dies mitgeteilt, so könnte er nicht den Einwand erheben, dass der Schluss aus alldem nur wäre, dass Eschkol ״Ex־ zerpte aus עת׳ enthält״, dass der Verf. עת׳ wie andere halachische Schriften ״benutzt* hätte. Denn die anderen Schriften werden eben mit Namen angeführt, was bei עת׳ nicht der Fall ist. Der Verf. erwähnt עת׳ nur dann, wie gesagt, wenn er zu dessen Ausführungen Zusätze macht. Es ist also nicht wahr, was Hü. behauptet, dass Esch. ״Stücke aus den הלכות etc. in der gleichen Weise einleitete, wie das עת׳ Entnommene״; denn das עת׳ Entnommene wird anonym gegeben und die anderen Zitate stammen aus עת׳. Alb. hat ja hervorgehoben, dass in Esch, nur die Autoren Vorkommen, die auch in עת׳ vertreten sind (bis einschl. Alfasi). Nur dort, wo der Verf. einen Zusatz macht, der mit אני הכותב eingeleitet wird, werden auch andere Autoren erwähnt Dies und manches andere wird von Hil. verschwiegen. Es ist ferner nicht wahr, dass Al. ״in einer Art Zusammenfassung aller Beweise2״) mehrere Beispiele dafür bringt, ״dass der Verf. sagt, er 1) Wörtlich: אמנם כדי לברר את הדבר כשמלה אוסיף עוד להראות, mit Auaspielung auf Ketubbot 46 a. 2) Was heisst das? Der Text bei Al. lautet: כמאסף לכל הראיות, was Hü. nicht verstanden hat, vgl. Num. 10, 25.