Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1927)
- Date
- 1927-11-01
- Page
- Seite 694 (sequence 112)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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694 Büch erbesprechungen ungenau zitiert, was das Nachforschen nicht gerade erleichtert. In den umfangreichen Fussnoten ist viel Gelehrsamkeit aber auch mancher Mangel enthalten. Auf S. 3 Anm. war zur Stelle Sanh. 42 b unbedingt auf die wichtige Glosse von Tossafoth ד״ה בית hinzuweisen. Die Ein- Wendung gegen Auerbachs Ansetzung des Bar Kochba-Krieges scheint nicht ganz stichhaltig. Insbesondere klingt die Lesart סלרכה (!) בן כוזיבח durchaus nicht einwandfrei. Manche Abweichungen bei Paralleletellen blieben unberücksichtigt. (Vgl insb, S. 8. Anm. 1. Gen. R 98 u. Koh. R. 7,11. Beachte die Kommentare zu טבבתא und מפתתא.) Die auf S. 10 mit Vorbehalt als Beweisstück angeführte Talmudstelle (Schebuoth 16 a) besagt selbstverständlich nur, dass jener Ort in der F e s t u n g s Stadt Jerusalem darum sein ״Schandfleck“ war, weil von jener Stelle aus Jerusalem leicht erobert ,werden konnte (Siehe Rasehi z St ). Die zitierte Stelle aus Richter 9,6 bezeichnet genauer einen Hain, und zwar ist dieser nach der recht einleuchtenden Erklärung des באור gleichbedeutend mit dem Hain von Mamre (Vgl. Gen. 12, 6. 13,18 u. a). In diesem Sinne auch Gesen. Thes. איה (am Schlüsse). Damit erledigt sich auch das (S. 23) Anm. 11. Bei Anwendung der Deutung von ״Kirjath. arba“ auf Kaleb statt Adam ist natürlich Gen, 23,2 unbeachtet geblieben. Die Begründung einer Andachtsstätte ״Erdenmitte“ aus Ps. 74,12 ist eine groteske Vorstellung und daraus Golgotha als Erdenmitte herzuleiten, erscheint uns reichlich kühn. Zur Identifizierung der beiden Secharjah (genauer 3) vgl. Georg Brandes, ״die Jesussage“. Der Passus von ״den Wundern des Regens“ wird auch heute noch zur Zeit vom Hütten- bis zum Pessachfeste eingeschaltet. Zur Deutung des תור auf den Regenengel (S. 63) sei auf Joma 21a verwiesen, wo diesem eine über die ganze Welt hingehende Stimme zugeschrieben wird. Der Gedanke, der Psalmist habe sein Wort in Ps. 118, 22 im Anschluss an Jes. 28, 16 gesprochen, dürfte heute schon in weitesten Kreisen unhaltbar sein. Zusammenfassend sei hervorgehoben, dass auch die bisweilen stark sichtbare Gefühlsfremdheit des gel. Verfassers gegenüber den bibl. und talmud-midr. Texten und seine bibelkritische Stellungnahme den Wert vieler seiner Ausführungen nicht mindern können. Julius Samuel. Xeo Jang, Living Jadaism New York 1927. 360 s. Eine stattliche Anzahl von Artikeln und Reden werden hier unter den Ueberschriften ״Judentum“, ״Unsere nationalen Charakterköpfe“, ״Familie“, ״Amerikanisches Israel“. ״Der Jude und die Welt“, ״Das Jüdische Jahr“ zusammengefasst. Im ersten Abschnitt lesen wir herzlichmahnende, sehr prägnante Worte über den Sinn des wahren Judentums und über die Aufgabe des vorliegenden Werkes: ״Es besteht eine dringende Notwendigkeit, den Amerikaner zu der Ueberzeugung zu erziehen, dass Orthodoxie die Total summe unserer historischen Ideen und Ideale in sich