Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1927)
- Date
- 1927-11-01
- Page
- Seite 674 (sequence 92)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2292929-2293050-2293056--09462-2302748- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
674 Eine Leuchte der Bibelexegese usw. gehen. Er schrieb dort seinen Kommentar za den noch nicht 70n ihm erklärten pentateuchischen und prophetischen Büchern. A.us einer Anfrage philosophischen Inhalts, die ß. Saul Hakohen aus Creta an Abarbanel im Jahre 15C6 gerichtet hat, mit der auch die Antwort Abarbanels gedruckt ist, erfahren wir, dass Abarbanel noch andere Schriften religionsphilosophischen und historischen Inhalts verfasst hat, die aber, wahrscheinlich infolge der vielen Wanderungen, verloren gegangen sind. Sein letztes Werk war ein Kommentar zum Maimonides’ More Nebuchim, aber bevor er diesen vollendet, ״beschloss Don Isaak Asarbanel 1519 in Venedig sein ruhmreiches Leben im Alter von siebzig Jahren“. Die irdischen Reste des vielgeprüften Wanderers und gottergebenen Dulders wurden nach Padua überführt und die hervorragendsten Persönlichkeiten gaben ihm das letzte Geleit. Er sollte seine ewige Ruhe in der Stadt finden, wo so viele berühmte Männer, wie Rabbi Meir Katzenellenbogen, das Oberhaupt der Familie gleichen Namens, bekannt unter den Namen מהר״ם מסדואה und Rabbi Juda Münz, der dort einer grossen Jeschiba Vorstand, wirkten; wo Elia Delmedigo an der Universität Vorlesungen abhielt und in der neueren Zeit der berühmte Exeget und hebräische Sprachforscher S. D. Luzzatto gelebt und in dem Collegio rabbinico gelehrt hat. Doch die Tragik seines Schicksals machte auch an dem Grabe dieses dem Stamme König Davids Entsprossenen nicht Halt. Nach wenigen Wochen wurde seine Grabstätte sowie die ihr benachbarte des Rabbi Juda Münz, infolge von Kriegsunruhen vöüig vernichtet. ולא ידע איש את קבורתו עד היום הזה. Der Gottesdienst in den Synagogen der Gegenwart. Von Joseph Carlebach. Für unser religiöses Leben gibt es kein aktuelleres Problem als die Frage nach der Gestaltung unsres öffentlichen Gebetes. Mag S. R. Hirsch auch mit Recht gegenüber der Verkirchlichung unsrer Religion das kühne Wort geprägt haben: ״man schlösse