Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1927)
- Date
- 1927-11-01
- Page
- Seite 672 (sequence 90)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2292929-2293050-2293056--09460-2302746- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
672 Eine Leuchte der Bibelexegese usw. Abarbanel auf ihren Wunsch ein und verfasste in kurzer Zeit den Kommentar za Jos. Ri. u. Sam. (Nach eigener Angabe am Schlüsse genannter Bücher verfasste Abarbanel den Kommentar zu Jos. in 16 Tagen, zu Ri. in 25 Tagen, zu Sam. in etwa 27־ Monaten, insgesamt in etwa 4 Monaten, vom 10. Cheschwan bis 13. Adar.) Abarbanel selbst schreibt diesbezüglich הגה פה הקיר. ה׳ אלקי לפני אנשים חבמים וידועים חברים מקשיבים לקולי תורת ה׳ תמימה משיבת נפש; עמהם כל היום היא שיחתי ומאשר לי שמעו ויחלו דעתי בפירוש פרשיות מספרי הנביאים הראשונים, ועלימו תטוף מלתי כה מתוק מדבש, דם הרהיבוני ויבקשו ממני לשלוח יד לפיש ספרי יהושע שופטים שמואל ומלכים, כי באו דברי המפרשים בהם מעט מועד לא כמר/ וכי ראיתי עת לעשות ה׳ בחיתי הסתופף בכית אלקי ולעבוד את עבודת הקודש..♦. Was Abarbanel hierin geleistet hat, soll alsbald näher besprochen und gewürdigt werden. Nur kurze Zeit war es Abarbanel vergönnt, sein Lieblingsstudiuni zu pflegen. Der Schriftsteller musste bald wieder dem Staatsmanne weichen. Als er sich gerade anschickte, den Kommentar zu den ״Büchern der Könige“ zu beginnen, wurde er an den Hof Fernando's und Isabella’s zur Leitung des Finanzwesens berufen. Acht Jahre hindurch führte Abarbanel sein Amt mit grossem Geschick. Und so lange war die Abfassung jenes Kommentars hinausgeschoben. In seiner Einleitung zu מלכים schreibt er: ... נתעסקתי בעבודתם שמונה שנים ... גם עושי• גם כבוד אשר יעשר. אותם האדם וחי בהם קניתי לי בחצריהם ובטירותס, על כן תפוג תורה והמלאכה נעצרה .... Dann kam die bekannte Katastrophe des Jahres 1492 (שבת 'מיז״ד׳ר, ישראל יקכצנו, wie Abarbanel jenes Datum treffend bezeichnete). Wie einst der Prophet Jirmijahu sich weigerte, das wohlwollende Anerbieten des babylonischen Feldherren Nebuzaradan anzunehmen, ihm zu folgen und es vorzog das Leid seiner Brüder zu teilen, so lehnte auch Abarbanel es ab, als des Königs Ferdinand von Spanien Finanzminister als einziger Jude im Lande zu bleiben. Er wollte das Los seiner unglücklichen, vertriebenen Volksgenossen teilen und verliess mit ihnen die altneue Heimat. Mit seiner Familie und einem Teile seiner Glaubensgenossen gelangte er שנת ׳נר׳י־ם הייתם nach Italien, wo er in Neapel seinen Wohnsitz aufschlug. Dort vollendete er nun seinen Kommentar zu den Büchern der Könige.^ .ודביתי אל לבי אשר נדרתי אשלמה לסיש מלכים אשר לא עשיתי עד כה