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Jeschurun · 1927-11-01 · Heft 11-12 (November 1927) · p. Seite 636

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Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 11-12 (November 1927)
Date
1927-11-01
Page
Seite 636 (sequence 54)
Language
German
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Abstammung und Herkunft usw. 686 münduug gehört, eines der grossen Verkehrszentren jener Zeit gewesen ist und nach den Berichten wie auch nach den aufgefundenen Inschriften sich Juden dort aufgehalten haben, so haben wir somit den Ursprung einer festen jüdischen Ausiedlung im Territorium des heutigen Rumänien auf diesen Zeitpunkt anzusetzen, wTenn sie nicht schon früher erfolgt sein sollte, ln der Tat stimmen auch sämtliche Historiker darin überein, dass die Juden sich in der Epoche der Dako- Römer1 2 *) in den Donauländern bereits bestimmt angesiedelt harten ). Uns liegt es nun ob. auch die zweite Frage nach der Kontinuität der Juden auf dem Boden des heutigen Rumänien zu beantworten, und wir wollen versuchen, die Entwicklungslinie der Jaden jenes Gebietes weiter zu verfolgen. Als die Römer Dazien eroberten*), waren Juden als Hand eis« leute mit ins Land gezogen, was durch aufgefundene Inschriften über die Existenz und Anwesenheit itureischer Cohorten bezeugt ist4), und sogar von dem vielleicht nicht ganz objektiven rumänischen Historiker und Politiker Prof. Jorga als ״ganz authentisch“ zugegeben wird5). Die Anwesenheit von Juden in diesem Landstrich während der Römerherrschaft kann daher als historisch erwiesen angesehen werden. Hier bleiben die Römer bis zum Jahre 270. Dann räumen sic das Land auf dem linken Donauuter und überlassen es den Goten, während sie auf dem rechten Donauufer, wo ebenfalls Juden wohnen, weiter bleiben. Diese Provinz benannten sie zum Unterschiede gegenüber der geräumten, die das ״trajanische Dazien4* Iness, das ״aurelianische Dazien“. Es ist nun schwer festzustellen, ob die Juden mit den Römern abzogen oder im Lande 1j J. Berkowitz, La question des Israeiites en Roumacie, S. 42. 2) 107 n. Chr. wurde Dazien von Trajan erobert (vg!. die Trajansßäule). s) F• J- Sulzer, Gesch. d. transalpinischen Daziens, II. Bd. § 124, S. 147—150; Prof. Dr. Bluntschli, der Staat Rumänien und das Rechtsverbal! 11iss der Juden in Rumänien, S. 8 bei Berkowitz a. a. 0. S. 48, 4) Th Mommsen, corpus inscriptionum latinarum ,8. Bd. E^gänzungsband, wo auf S. 2018 dazische Inschriften über itureische jüd. Cohorten mitgeteilt sind. *') N. Jorga, die Gesch. der Juden in unseren Ländern, Mitteilung in der rumänischen Akademie in d. Sitzung v. 18. 9. 1913, bei Berkowitz. a. a. O.

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