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Jeschurun · 1927-11-01 · Heft 11-12 (November 1927) · p. Seite 622

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 11-12 (November 1927)
Date
1927-11-01
Page
Seite 622 (sequence 40)
Language
German
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622 Die Nachahmung Gottes usw. gefährlich und schädlich hielten. Menschen werden geneigt sein ihre Fehler und Schwächen auf Gott zurückzuführen oder zu übertragen. Dieses führt uns zur Geschichte der I m i t a t i 0 D e i in der Agada. II. Menschen können von Gott nur in menschlicher Sprache reden. Daher werden Gott Gefühle, Handlungen, Gewohnheiten, Lebensäusserungen beigelegt, um dem Denken und Ahnen der Menschen die höchste aller Ideen, den reinsten aller Gedanken, die erhabenste aller Empfindungen beizubringen: Gott. Andererseits übertragen wir auf den Menschen die heiligsten Attribute und Eigenschaften Gottes. Dies geschieht um der armen und leidenden Menschheit den Weg zu Gott zu weisen, den Pfad zu ebnen zur Besserung und Veredlung der Menschengeschlechter, run getäuschte und schmerzerfüllte Erdenkinder zu trösten, um Männern und Frauen, dem Alter und der Jugend ein Vorbild von Gerechtigkeit und Frömmigkeit zu weisen, wie sie durch geistige Güter und ethische Werte das Leben zu bereichern und verschönern vermögen. Darin besteht die Lehre von der Nachahmung Gottes. Wie ist die Lehre entstanden? und welchen Weg hat sie in den ersten vier Jahrhunderten der üblichen. Zeitrechnung zurückgelegt? Die Propheten haben oft genug die Unvergleichbarkeit Gottes ausgesprochen. Dennoch vermag der Mensch Gott ähnlich zu werden. In der Agada wird dieser Gedanke zuerst von Abba Saul ausgeführt8. Die Lehrer besprachen die Erklärung von Ex. 15, 2 und Abba Saul fand in ואנוהו die Lehre von der Gottesnachahmung ausgedrückt. ״Werde Gott ähnlich!“, predigt dieser Tannaite, ״wie Gott gnädig und barmist, 80 sei auch du gnädig und barmherzig“ 9! *) Es gibt zwei Lehrer dieses Namens, einen altem und einen jüngera. Nachdem dieser Name zusammen mit den Lehrern der Vor-Bar-Kochba-Zeit genannt wird, so dürfen wir in ihm den altem Lehrer sehen. *) Mechüta 37 a. אבא שאול אומר נדמה לו מה הוא חנון ורחום אן* * אתח חנון ורחום, Mech. R S. b. J. p. 60 liest, אכא שאול אומר הדמה לו מה הוא חנון ורחום

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