Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1927)
- Date
- 1927-11-01
- Page
- Seite 598 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 1× ep/1002670
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593 Vom Tier und seiner Wertung usw. wird sie von der Misclinah1) auf alle Tiere ausgedehnt, die einen Menschen getötet haben, ja, es wird berichtet, dass auch einem Hahn, der die Fontanelle eines kleinen Kindes durchlöchert, das Urteil wie bei einem Stier, der einen Menschen getötet, d. h. also von einem Gerichtshof von 23 Kichtern gesprochen wurde2). Wohl heisst es wiederholentlich hinsichtlich eines Tieres, mit dem Unzucht getrieben wurde, dessen Tötung die Thora gebietet: es geschähe, weil ein Mensch durch das Tier zu Fall gekommen, oder: wenn das Tier frei umherliefe, würde man immer sagen, das ist das Tier, um dessentwillen jener gesteinigt worden ist3). Aber das erklärt nur die Tötung, nicht aber das Gerichtsverfahren. Und wie will man mit diesen Motiven oder dem obenerwähnten von der Einschärfung der Würde des Menschenlebens Ex. 19,13 erklären: auch jedes Tier, das den Sinai bei der Gesetzgebung besteigen würde, solle gesteinigt oder hinabgestürzt werden? So bleibt nichts anderes übrig als in allen diesen Fällen der Bestrafung eines Tieres die Voraussetzung zu Grunde zu legen, es werde ihm eine besondere Würde, eine Individualität zugesprochen, die der des Menschen zum mindesten ähnlich, wenn auch nicht gleich ist. Und endlich die ganze Opferinstitution lässt sich nur erklären aus einer solchen Auffassung von der Tierseele. Das Mehl- und Trankopfer ist immer nur von untergeordneter Bedeutung. Es sind zumeist Nebenopfer• Deutlich genug spricht Lev. 17, 11 es aus: »Denn die Seele des Fleisches ist im Blute, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, um für eure Seelen Sühne zu schaffen, denn das Blut, es bewirkt Sühne durch die Seele“. Unsere Stelle zeigt, dass das Wesentliche am Opferkultus die Sprengung des Blutes ist, was ja auch dem Kundigen bekannt: 4עיקר הזכה בחזיית דם), die Schlachtung selbst braucht nicht durch den Priester zu erfolgen5), denn sie hat *) M. Sanhedrin I 4. 2) Beraehoth 27 a vgl. Raschi. 3) M. Sanh. VII 4. 4) Joma 5 a. *) Joma 27 aund an vielen Stellen im Talmud. Schon dieser Umstand., allein ist der schlagendste Beweis dafür, dass nicht der Akt der Schlachtung die Hinopferung des Darbriugenden symbolisieren soll, dass durch ihn der