Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1927)
- Date
- 1927-11-01
- Page
- Seite 594 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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594 Vom Tier und seiner Wertung־ usw. bieter und bereitet doch im Sommer ihr . Brot, Spr. 6, 7 f. will nur auf ihren Fleiss verweisen, der keines Antriebes bedarf) ist in mehreren charakteristischen Einzelheiten geschildert. Die eine wird sogar für eine halachisehe Bestimmung verwandt. ״Man darf fsc. an Mittelfeiertagen, wo nur gewisse notwendige Arbeiten gestattet sind] aus Feldern und Baumpflanzungen die Maulwürfe und Mäuse in üblicher Weise wegfangen und die Ameisenbauten zerstören. Wie fängt man das an? Man nimmt Erde aus einem Bau und tut sie in den anderen. Die Ameisen erkennen dann diese Erde als fremdartige und töten sich gegenseitig. Unter welchen Einschränkungen dies Erkennen vor sich geht, wird dort näher ausgeführt1). Sie führen gemeinsame Handlungen aus ohne doch ein Oberhaupt zu haben. Diese Beobachtung wird sogar experimentell festgestellt2). Die Intelligenz des דוכיפת (im Talmud wird darunter nicht der Wiedehopf sondern der Auerhahn verstanden תמכלל ברא vgl. Lewy T. W. unter letzterem Wort) klingt in ihrer Schilderung sagenhaft. Er holt sich, als man ihm sein Nest mit einem Brett vernagelt hat, eine Pflanze, hält diese an den Nagel, sodass er durchbrennt, und gelangt so wieder in sein Nests). Noch mehr gilt dies von der bekannten Rolle, die dieser Vogel in der Erzählung von der Gewinnung des Schamirwurmes durch Salomo in der Asmodaierzählung spielt4)• Die Dressur setzt ebenfalls Verstandesgaben voraus: ״Wenn einer zwei Stare grosszieht, dann gewöhnt er den grösseren daran, sich dem kleineren zu fügen (weil sonst der grössere den kleineren gelegentlich umbringen würde 6) Bei manchen anderen Erwähnungen intellegenter Handlungen, die der Midrasch berichtet, würden wir mehr an Instinkt denken. Wie bei der Eselin des R, Jannai, die, nachdem sie eine Pflanze gefressen durch die sie erblindet, eine andere frisst, die ihr das Augenlicht wieder zürückgibt 6). Im allgemeinen ist zu sagen, dass auf die Tiere auch die Ausdrücke טפש und פקח נ) Moed K. 6 b. *) Chullin 57 b. 3) Lev. R. 22, 4. 4) Gittin 68 b. 5) Echa R. 5,1. *) Lev. R. 22,4.