Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1927)
- Date
- 1927-11-01
- Page
- Seite 593 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2292929-2293050-2293056--09381-2302667- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Vom Tier und seiner Wertung usw. 593 כריה sprachlich zum Ausdruck. Von Tieren gebraucht1) יש לך — (2בריות גדלות בים ... ביבשה ... באור ... באדר — בדיה קלה, wird es ebenso auf die Menschen angewandt, mit denen man umgeht, an deren Urteil einem liegt: ,(3יהא משאו ומתנו בנחת עם הבריות 4אדם צריך לצאת ידי הבריות)• Eine Reihe von Schilderungen und manche Einzelzüge beweisen, dass man dem Tiere Ueberlegungen zugeschrieben, die von geistigen Fähigheiten zeugen. Der Elephant ist ebenso wie der Affe als Bote zu benutzen5). Der Fuchs, der uns in der Bibel merkwürdiger Weise nicht als Prototyp der List begegneV), ist im Talmud vorzüglich der Held der Fabel. Von einer besonderen Klugheit des Hundes, auf dessen Beziehungen zum Menschen wir noch zurückkommen, hören wir weder in der Bibel, noch im Talmud. Die Klugheit der Schlange ist wohl von der Bibel (Gen. 3, 1) übernommen. Aber bestimmt berichtete Einzelheiten müssen doch auf Erfahrungen beruhen. Man soll auch eine junge Schlange nicht reizen, weil sie ihre Rache aufspart und sie verwirklicht, wenn sie erwachsen ist7). Ebenso die Geschichte von der Schlange, die zum Hause gehörend, eine Schüssel voll Knoblauch, von der eine andere gegessen und dort ihr Gift zurückgelassen, mit Erde füllt, damit die Hausbewohner nicht gefährdet werden8). Die Klugheit der Ameisen, die trotz Spr. 30,24 in der Bibel nicht so hervortritt, dort sind sie das Bild des Fleisses (sie hat keinen Führer, Treiber und Ge- 1) Chull. 127 a. 2) Gitt. 66 b. 3) Joma 86 a. 4) j. Schekalim III 47 c. °) Erubin 81b. 6) In den 6 Bibelstellen: Ri. 16,4, Ez. 18,4, Ps. 63,11, H. L. 2,16, El. 5,18, Neh. 3,36 wird der Fuchs nur als in Trümmern hausend und die Weinberge verwüstend geschildert. — Sollte die auch im Talmud vielgerühmte List des Fuchses פקח שבחיות (Berachoth 61b) erst von den Wanderfabeln übernommen sein? ״Der Fuchs der Sage und Dichtung und der Fuchs in der Wirklichkeit sind doch recht verschiedene Tiere. Wer diesen gänzlich unbefangen beobachtet, vermag bei ihm nicht in aussergewöhnlichem Masse die vielgepriesene Geistesgegenwart, Klugheit, List und Findigkeit, auch nicht die ihm nachgesagte unübertreffliche Schärfe der Sinne zu entdecken0 (Brehm II S. 284). 7) Pesachim 113 a. 8) jer. Terumoth YIII 6 Kr. 46 a.