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Jeschurun · 1927-09-01 · Heft 9-10 (September 1927) · p. Seite 569

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 9-10 (September 1927)
Date
1927-09-01
Page
Seite 569 (sequence 121)
Language
German
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Die Schächtfrage usw. 569 den betreffenden Beobachtungen eine reguläre rituelle «Schächtung zugrundelag. Auf die Versuche Davids’1), die von den Schächtgegnern immer noch angeführt werden, braucht nicht näher eingegangen zu werden, da Versuche an Geflügel garnichts beweisen; ״es ist eine alte Erfahrung, dass eine enthauptete Taube noch aufs nächste Dach hinauffliegt; und da wird man von Bewusst- .sein nicht sprechen können“ (Opel2). Dies mag zur speziellen Kritik der von den Sehächtgegnern ständig zitierten Versuche dienen. Wichtiger ist indes die generelle Frage: Ist das Verhalten des geschächteten Tieres während dieses Stadiums ein Beweis für das noch vorhandene Bewusstsein — oder lassen sich die Vorgänge auch ohne Bewusstsein auf dem Wege der Reflexe plausibel erklären? Um zur Klarheit hierüber zu gelangen, müssen wir das Wesen des Reflexes zum Ausgangspunkt nehmen. Wir hatten bereits gesehen, dass der äussere Sinnes-Reiz auf der Nervenbahn bis zur sensiblen Gehirnzelle geleitet und dort als Schmerz, als Licht, als Schall usw. empfunden zum Bewusstsein gelangt. Umgekehrt gehen die Impulse des Willens auf dem Wege über die motorische Gehirnzelle und den Nerv zum Bewegungsorgan — zum Muskel. Empfinden die Gehirnzellen z. B. auf dem Wege der sensiblen Nervenbahn die Hitze eines nahen Feuers, so bewirken sie auf motorischer Bahn eine Abwehrbewegung, die in der Zurück- Ziehung des der Hitze ausgesetzten Körperteils besteht. Doch es gibt noch eine Form der Reaktion, die nicht über den Umweg des Grosshirns vor sich geht. Bevor nämlich die Nervenbahn ins Gehirn eintritt und nachdem der motorische Nerv aus dem Gehirn austritt, geht ein Stück der Nervenleitung durch das Rückenmark, das verlängerte Rückenmark oder auch den Hirnstamm. Hier gibt es schon eine Verbindung נ) Davids, L.-V. 8. 2) Opel, L.-V. Nr 80 p. 24

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