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Jeschurun · 1927-09-01 · Heft 9-10 (September 1927) · p. Seite 560

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 9-10 (September 1927)
Date
1927-09-01
Page
Seite 560 (sequence 112)
Language
German
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ר 660 Die Schächtfrage usw. Lähmung des Nervensystems betrachtet Lieben unter Hinweis auf die Auffassung des Physiologen Gad die innere Verlagerung des Gehirn s; die durch jähe Druckschwankung in der Schädelhöhle erfolgt. Auch das ist ja allgemein bekannt, dass Gehirnerschütterungen zu Bewusstseinstörungen zu führen pflegen. Diese in der Ruhephase vorhandene Bewusstlosigkeit zweifeln selbst die Schächtgegner kaum an. Klein konzediert sie — wenn auch mit der Einschränkung individueller Ausnahmen, und Hoffmann gibt zu1), ״dass die während der ersten 15—20 Sekunden auftretenden Zufälle in der grossen Mehrzahl der Fälle ein bewusstloses Tier treffen.״ IV. Stadium der reflektorischen Bewegungen. Um so heftiger sind die Angriffe, die auf Grund der nun folgenden Phase des Schächtaktes gegen das Schächten gerichtet werden. Die Beobachtungen lehren, dass der Stille des Ruhe- Stadiums ein in seiner Stärke individuell verschiedenes Bewegungsstadium folgt. Die Bewegungen machen zunächst den Eindruck von Abwehrbewegungen gegen die Fesseln und die Lage, das Tier versucht den Kopf zu heben, es schlägt mit dem Schwänze. Bei ordnungsgemässer Fesselung der Beine sowie Spannung des Halses und den dadurch bedingten günstigen Ausblutungsverhältnissen gehen jedoch nach 1—2 Minuten die geordnet erscheinenden Bewegungen in krampfartige Zuckungen über, bis schliesslich nach 2—3 Minuten der Tod eintritt. Nun behaupten die Schächtgegner dass diese ganze Phase bei wiedererstandenem Bewusstsein vor sich gehe und infolgedessen einen qualvollen Todeskampf darstelle. Sie begründen ihre Behauptung in doppelter Weise: A. Die Grosshirnrinde, die als Sitz des Bewusstseins anzusehen sei, erhalte trotz des Schächtschnittes noch Blut. Solange das Gehirn Blut erhalte, sei das Tier bei Bewusstsein. B. Die koordinierten Abwehrbewegungen seien ein Ausfluss des bewussten WiHens. 1) Hoffmann, L.-V. N. 13 p. 121.

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